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	<title>Chronik 2017 &#8211; Eiserfey + Dreimühlen + Vollem</title>
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	<description>Informationen aus Eiserfey - Einem Golddorf aus der Eifel</description>
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	<title>Chronik 2017 &#8211; Eiserfey + Dreimühlen + Vollem</title>
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		<title>Waren wir Helden in Eiserfey?</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2025/01/waren-wir-helden-in-eiserfey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 13:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Für die Generationen, die in den 50er bis 70er Jahre Kind waren.Nichts [&#8230;]]]></description>
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<p></p>



<p>Johann W. Mießeler</p>



<p>Für die Generationen, die in den 50er bis 70er Jahre Kind waren.<br>Nichts für die, die nach 1970 geboren wurden.<br>Ab dieser Zeit wurden die Kinder in Watte gepackt.</p>



<p>Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass wir so lange überleben konnten.</p>



<p>Unsere Bettchen waren mit Blei- und Cadmiumhaltiger Farbe bunt angemalt.<br>Wir spielten Räuber und Gendarm, Cowboy und Indianer. Bewaffnet waren wir mit Pfeil und Bogen. Eine gutgehende Schleuder und ein Taschenmesser durften auch nicht fehlen. Mit Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.<br>Wir kämpften und prügelten uns manchmal schwarz und blau, hin und wieder gab es auch eine Schnittwunde oder ein Goldzahn füllt heute die Lücke von einem verloren gegangen Zahn. Keiner wurde dafür verklagt. Es war einfach ein simpler Unfall. Außer uns selbst hatte keiner Schuld. Niemand fragte nach „Aufsichtspflicht“.<br>Unsere Feinde wurden gefesselt und an den Baum gebunden, das hatte nichts mit SM zu tun.<br>Wir mussten mit Enttäuschungen leben, denn die Erwachsenen interessierte das nicht. Wenn wir uns geprügelt hatten, haben wir zu Hause nichts erzählt, denn unsere Eltern wären mit Sicherheit nicht zu den Eltern unseres Gegners gelaufen, sondern wir hätten den Ärger bekommen.<br>Unser Lieblingsspielplatz war die Kakushöhle. Kein Versteck blieb uns verborgen.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Der „Kaiser“, Nische der Kaiserbüste, wurde von oben und unten erklommen. Natürlich ohne Fangseil und Sturzhelm. Das Klettern im Felsen war für uns keine Mutprobe, sondern Krafttraining und ersetzte das Fitnessstudio.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="652" height="1024" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-652x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3500 size-full" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-652x1024.jpg 652w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-191x300.jpg 191w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-768x1206.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-978x1536.jpg 978w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1.jpg 1052w" sizes="(max-width: 652px) 100vw, 652px" /></figure></div>



<p>Ebenso wurden Bäume bestiegen, die nicht TÜV-geprüft waren und wussten, dass die Äste der Kirschbäume schneller brechen als andere.<br>Pflaumen mussten wir aufsammeln, um an Kirmesgeld zu gelangen, Äpfel wurden gepflückt und Nüsse selbst geknackt.<br>Knochen und Zähne konnten wir von Holz und Steinen unterscheiden.<br>Schlitten und Skifahren in der Wintershecke glückte ohne Helm und Protektoren.<br>Bobfahren, mit Startpunkt „am Kalk“, Straße am Weinberg nach Harzheim, war nichts für Weicheier. Zum Schutz der Mädchen saßen Jungs und Mädchen wechselweise auf dem Bob. Mit 10 Fahrgästen steuerte der Schlittschuhfahrer, vorne auf dem Bob, als Lenker und Bremser in atemberaubendem Tempo die „Gass“ herunter. Trotz fast 50 Meter abgestreuter Straße, mit Asche und Splitt, endete die Fahrt über die Hauserbachstrasse an Bravs Hauswand.<br>Kein Schild „Achtung überquerende Kinder“ warnte die, allerdings wenigen Autofahrer auf der B477.<br>Die ein oder andere Narbe zeugt heute noch von geflickten Knochen und Abschürfungen, entstanden durch unerfahrene Lenker oder zu schnelles fahren.<br>Es war einfach ein simpler Unfall ohne Inanspruchnahme von Haftpflichtversicherung oder Rechtsanwälten.<br>Neben Kakushöhle, Sportplatz, Wald und Wiese war die Hauptstraße beliebter Spielplatz.<br>Hier wurde ohne Handschuhe und Schutzbrille gerängelt, (Fahrradfelge, Reifen treiben) gedoppt (Dilledopp, Peitschenkreisel treiben) und gekneggelt. (mit Murmeln spielen). Die Mädchen spielten zusätzlich Hippekästchen, Gummitwist oder Hula-Hoop.<br>Nachlaufen und Springen über den Bach war ohne Knie- und Schienbeinschützer an der Tagesordnung.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="212" height="276" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/bach.png" alt="" class="wp-image-3501 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>An heißen Sommertagen wurde der Hauserbach gestaut und zum Schwimmbad umfunktioniert. Die ungeklärten, eingeleiteten Abwässer sorgten hin und wieder für Belustigung, aber lösten keine Epidemien aus.</p>
</div></div>



<p>Das Fische fangen von Hand im Bach endete häufig mit einem Griff an einen haarigen Gesellen.<br>Zum Radfahren brauchten wir weder Schutzhelm noch Warnweste. Das oft selbst zusammengebaute Rad entsprach nicht der Straßenverkehrsordnung und hatte auch keine 12 Gänge.<br>Beim Fußballspielen auf dem Sportplatz in Trikots wurde die fehlende weiße 3 Strip Sporthose kurzentschlossen durch eine Feinripp Unterhose ersetzt, ohne dass dadurch die Partie nicht angepfiffen wurde oder das Spielniveau darunter litt.<br>Wenn es kälter wurde, hat man sich warm angezogen und nicht die Heizung höher gedreht.<br>Wir sind auf Breitendriesch Schlittschuh gelaufen, ohne dass dafür eine amtliche Freigabe existierte.<br>Baumwolle rostet nicht, denn das schön auf 15 x 15 cm geschnittene, auf dem Plumpsklo aufgehängte Zeitungspapier hatte nicht die Zewa Wisch- und Saugkraft wie heute.<br>Hygiene war nicht unbedingt unsere Stärke aber dafür haben wir heute ein funktionierendes Immunsystem.<br>Gebadet wurde einmal in die Woche, in der Regel Samstags in einer Zinkwanne.<br>Die Jüngsten als erste, danach die älteren Geschwister und die Eltern. Als Intimbeleuchtung diente das hellgrüne Lämpchen ( Magisches Auge ) am Löweradio. Die Haare wurden luftgetrocknet, einen Föhn gab es nicht.<br>Schränke und Türen waren eine ständige Bedrohung für unsere Finger.<br>Ohne Schwierigkeiten könnten wir Fläschchen aus der Apotheke sowie die Flaschen mit Bleichmittel öffnen,<br>Wir tranken Wasser aus dem Wasserhahn oder am Bach und nicht aus Flaschen. Niemand starb an den Folgen von gemeinsam genutzten Trinkgefäßen.<br>Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter und wurden trotzdem nicht zu dick.<br>Drachen konnten wir selbst bauen und wussten, wo man sie nicht fliegen lassen durfte.<br>Geraucht wurden in Zeitungspapier eingewickelte, trockene Buchenblätter.<br>Das tagelang anhaltende Brennen auf der Zunge wurde in späteren Jahren durch das Qualmen von Eckstein und Overstolz gelindert.<br>Wir aßen Würmer, die trotz Prophezeiung nicht in unseren Mägen weiterlebten.<br>Musik hörten wir von kratzenden, aus der Musikbox ausrangierten und von Schröder Jupp gekauften Schallplatten.<br>Wir hatten nicht:<br>I Phon, I Pad, Playstation, Nintendo, Videospiele, eigene Fernseher, 100 Fernsehkanäle, Computer, Internet und flüchtende Pokemons.<br>Wir hatten Freunde.<br>Wir gingen raus und trafen sie auf der Straße oder gingen zu ihnen nach Hause. Ohne Termin und gegenseitigem Wissen unserer Eltern. Keiner brachte oder holte uns.<br>Wie war das möglich?<br>Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst beim 7. Schlag der Kirchturmuhr gegen 19.00 Uhr zu Hause sein. Denn danach patrouillierte der Lehrer die einzuhaltende Sperrstunde.<br>Niemand wusste, wo wir waren und hatten nicht mal ein Handy dabei.<br>Wenn telefoniert werden musste, konnte bei Post Marie ein Gespräch angemeldet und bei freier Leitung durchgeführt werden.<br>Manche Kinder waren nicht so schlau wie andere.<br>Sie vielen durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Einige glaubten, die Lehrer hätten sie so gerne, dass sie noch ein Jahr in der gleichen Klasse bleiben durften.<br>Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zu Änderungen der Leistungsbeurteilung.<br>Die Jungs durften sich, ehe sie vom Lehrer verprügelt wurden, sogar den Stock selber schneiden. Das löste keinen Polizeieinsatz aus.</p>



<p>In Autos saßen wir ohne Sicherheitsgurt und Airbag.</p>



<p>Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Keiner konnte sich verstecken.<br>Wir waren uns im Klaren, dass bei Gesetzesverstoß unsere Eltern uns nicht aus dem Schlamassel heraushauen, sondern der gleichen Meinung waren wie die Polizei.<br>Unsere Generation hat eine Menge von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft und Verantwortung hervorgebracht.<br>Wir hatten Freiheit, Erfolge und Misserfolge. Mit alldem mussten wir umgehen.</p>



<p>Herzlichen Glückwunsch, wenn du dazugehörst.</p>



<p><em>Der Text „wir waren Helden“, gibt es in div. Varianten seit einigen Jahren in Internetforen. Der Ursprung ist nicht bekannt.<br>Der Bericht ist ergänzt durch Jugenderlebnisse des Autors.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eiserfeyer Köpfe</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/11/eiserfeyer-koepfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Klefisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 09:55:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob Sport, Musik oder Handeln &#8211; Mitglieder des Ortes sind durch ihre Leistungen über die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ob Sport, Musik oder Handeln &#8211; Mitglieder des Ortes sind durch ihre Leistungen über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt und ausgezeichnet worden.</p>


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</ul>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorwort zur Chronik 2017</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/vorwort-zur-chronik-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2023 10:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bürgerverein Eiserfey, Dreimühlen, Vollem e. V. wurde am 19.02.2016 gegründet. In dieser Gründungsversammlung wurde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Bürgerverein Eiserfey, Dreimühlen, Vollem e. V. wurde am 19.02.2016 gegründet. In dieser Gründungsversammlung wurde beschlossen das in diesem Jahr anstehende 1150-jährige Ortsjubiläum von Eiserfey mit diversen Veranstaltungen zu feiern. Gleichzeitig entstand der Wunsch die vor 25 Jahren aus Anlass der erstmaligen Erwähnung des Dorfes „feia“ im Jahre 867 n. Chr. gestaltete und herausgegebene Festschrift zu ergänzen und für nachfolgende Generationen fortzuschreiben.<br>Diese Festschrift mit dem Titel „Eiserfey, 867 – 1992“ stammt weitgehend aus der Feder der schon verstorbenen Willi<br>Brüll und Michael Linden. Auf Grund des knapp bemessenen Zeitrahmens von der Entscheidung bis zur Herausgabe dieser Festschrift können manche Themen nur angerissen und nicht vollständig aufgezeigt werden.</p>



<p><br>Es gibt noch eine Vielzahl von Themen, die bearbeitet werden könnten, um die Leistungen unserer Vorfahren zu beschreiben.<br>Das „Chronikteam“, dem Wolfgang Meyer, Johann W. Mießeler, Gerd Nöthen, Dr. Rolf Steinberg, Theo Weidebach und<br>Albert Velser angehören, hat in monatelangen Recherchen in verschiedenen Archiven die nachfolgenden Artikel zusammengetragen. Die einzelnen Beiträge geben den aktuellen Wissensstand der Autoren wieder. Die Inhalte basieren auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Quellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="940" height="470" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam.jpg" alt="" class="wp-image-282" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam.jpg 940w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam-300x150.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px" /><figcaption class="wp-element-caption">Team &#8222;Chronik&#8220; </figcaption></figure>



<p><br>Das Team erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- und Richtigkeit aller Angaben, freut sich aber über geschichtliche und volkskundliche Hinweise und Quellenangaben durch interessierte Leser, die mehr Licht ins oftmalige Dunkel der Geschichte(n) bringen könnten. Ein wenig wurde noch bei Zeitzeugen in Erfahrung gebracht und mit eingearbeitet.<br>Wir danken allen, die uns mit Urkunden, Schriftstücken, Hinweisen, Fotos und Interviews unterstützt haben. Der Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisarchivs Euskirchen, des Landesarchivs Duisburg, der Archive der Stadt Mechernich und der Gemeinde Nettersheim, dem Bayerischen Landesarchiv sowie Frau Inge van Kann, die alle gerne und hilfreich Informationen und Hinweise zu unseren Ortschaften und den einzelnen Themen gegeben haben. Besonderen Dank geht auch an Katja Mießeler, die die Gestaltung der Festschrift übernommen hat, sowie an alle Autoren und Lektoren der  nachfolgenden Berichte.<br>Das Team wünscht sich, dass mit der Herausgabe der „Zeitreise“ auch bei jüngeren Bürgern unserer Ortschaften das Interesse für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geweckt und für nachfolgende Generationen erhalten werden wird.<br>Die Autoren geben sich mit dem aktuell Erreichten nicht zufrieden und werden, durch den „Recherchevirus“ angesteckt, noch offene Themen aufarbeiten und für künftige Anlässe aufbewahren.</p>



<p><br>Ein Hinweis sei uns dieser Stelle noch gestattet: Bitte, vernichten Sie keine evtl. für Sie unwichtig erscheinende Dokumente, Urkunden, Fotos usw. über unsere Orte sowie deren Bürger und geben sie diese Unterlagen zur Aufbewahrung an die vorhandenen Archivierungsstellen. Hier werden die Unterlagen bei der erforderlichen Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufbewahrt, um sie interessierten Bürgern, Vereinen und Einrichtungen zugänglich zu machen.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>200 000 Jahre Menschen am Kartstein bei Eiserfey</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/200-000-jahre-menschen-am-kartstein-bei-eiserfey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gast Autor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jul 2023 10:56:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6787</guid>

					<description><![CDATA[Dies ist kein Druckfehler, verehrte Leser, vor zweihunderttausend Jahren hat sich der Vorfahr des heutigen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dies ist kein Druckfehler, verehrte Leser, vor zweihunderttausend Jahren hat sich der Vorfahr des heutigen Menschen, der Neandertaler, auf dem Kartstein aufgehalten. Da-mit zählt der Kartstein zu den ältesten nachgewiesenen Aufenthaltsorten Menschen in Europa. Von dieser Zeit an bis heute haben Mensch und Tier immer wieder den Schutz der Felsen und Höhlen gesucht und in den Erd- und Gesteinsschichten in und vor den Höhlen Zeugnisse ihrer Anwesenheit hinterlassen, die Felsen und Höhlen zu einem be-deutenden Fundort für die Wissenschaft der Archäologie machen. Weiter sind Felsen, Höhlen und Pflanzenwuchs am Kartstein außergewöhnlich, daß das Kartsteingebiet mit der Kakushöhle schon am 26.03.1932 als erstes Gebiet im Regierungsbezirk Aachen unter Naturschutz gestellt wurde.<br>Alle reden von DER Kakushöhle. Vielmehr müsste aber von DEN Kakushöhlen die Rede sein. Schließlich handelt es sich um drei Höhlen, und zwar um die &#8222;Große Kirche“ (bis zu 15 Meter hoch und 30 Meter breit) und dem Nebenraum, die &#8222;Dunkle Kammer“ sowie die kleine Höhle oberhalb der großen Höhle, das &#8222;Kalte Loch“.<br>Trotz der Bedeutung des Naturdenkmals Kartsteingebiet gibt es bis heute keine zusammenhängende schriftliche Darstellung der Forschungsergebnisse zur Siedlungs- und Naturgeschichte des Kartsteins. Vieles ist auch noch unerforscht, und zahlreiche Grabungs-funde sind wissenschaftlich noch nicht ausgewertet. Die an der Höhle erhältlichen Informationen sind lückenhaft und entsprechen meist nicht dem neuesten Stand der Forschung. Daher soll hier eine dem neuesten Wissensstand entsprechende Übersicht über die Entstehungsgeschichte der Felsen und Höhlen, die Geschichte der archäologischen Forschungen am Kartstein und die zeitliche Folge: und Einordnung der Funde gegeben werden. Weiter erhält der Leser Hinweise die Auffälligkeiten und Besonderheiten des Pflanzenwuchses am Kartstein.<br></p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Entstehung von Fels und Höhlen</h4>



<p><br>Im Eiszeitalter, vor 600 000 bis 10 000 Jahren, wechselten mehrfach 50 bis 100 Jahrtau-sende dauernde Kaltzeiten, in denen hier ein fast arktisches Klima herrschte, mit länge-ren Warmzeiten ab. In einer dieser Warmzeiten, vor 200 000 bis 300 000 Jahre, flossen von Weyer und den Hauserbenden her sehr kalkreiche Bäche ins Feytal. Sie hatten in den damals sumpfigen Talgründen wenig Gefälle, das Quellwasser erwärmte sich, und der im Wasser enthaltene Kalk setzte sich an Steinen und Pflanzen ab. Wir kennen die-sen Vorgang von der Kesselsteinbildung bei erwärmtem Wasser.<br>Der Kalk, der sich an die Pflanzen anlagerte, bildete das poröse Gestein des Kalktuffs, in der Mundart »Duchley« genannt. In diesem Gestein sind noch heute die Hohlräume zu erkennen, die mit Pflanzenstengeln ausgefüllt waren. Der Kalktuff lagerte sich zwi-schen den Hauserbenden und dem Bereich am heutigen Sportplatz unterhalb von Eiserfey in viele Meter dicken Schichten ab und bildete mehrere Talstufen, die höchste mit heute 30 Metern Höhenunterschied am Kartstein. Außer dem Kalktuff entstanden auch festere Schichten, Travertin genannt, aus dem die Kalkfelsen Kartsteins aufgebaut sind. In den Warmzeiten war das ganze Tal bis zu 70 Meter hoch mit Kalktuff und Travertin angefüllt, der dann in Kaltzeiten wieder ausgewaschen wurde. Die heutige Talform entstand wohl erst seit der letzten Eiszeit.<br>Wir können uns eine recht genaue Vorstellung von der Entstehung des Gesteins machen, da es in der Eifel eine Stelle gibt, an der man heute noch die Entstehung von Kalktuffgestein ausgezeichnet beobachten kann, am Wasserfall im Ahbachtal bei Ahütte.<br>Die unteren Schichten des Felsmassivs am Kartstein wurden teilweise vom Wasser wieder ausgewaschen. Vor etwa 60 000 Jahren bildeten sich die heutigen Höhlen, und an der Talseite brachen kleinere und größere Felsbrocken ab. Die Wasserläufe, die die Felsen am Kartstein bildeten, sind heute abgesunken und münden unterirdisch in den Hauserbach.<br>Der Fels ist aber trotzdem noch in Bewegung. Messungen ergaben, daß das ganze Felsmassiv auf dem schräg darunterliegenden mitteldevonischen Gestein langsam zu Tal rutscht. Die Geröllschicht des ehemaligen Bachbettes zwischen dem alten Gestein und dem aufliegenden Travertin ist am Zugang zur großen Höhle über dem Boden der Felswand noch zu erkennen. Um den Besuchern weiterhin einen gefahrlosen Zugang zu den Höhlen zu ermöglichen und den Einsturz zumindest aufzuhalten, wurde das Gelände 1977 durch Stützmauern und Pfeiler aus Stahlbeton gesichert. Im Bereich dieser not-wendigen Baumaßnahmen wurden öffentliche Mittel für sogenannte Notgrabungen zur Verfügung gestellt, und die systematischen und sorgfältigen Grabungen der Archäolo-gen führten zu aufschlußreichen Neuentdeckungen zur Geschichte der Höhlen und ihrer Bewohner.<br></p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Forschungsgeschichte der Kartsteinhöhlen</h4>



<p><br>Erste Funde aus der großen Höhle wurden 1880 von H. Schaafhausen, einem Privatmann aus Euskirchen, bekannt gemacht. Damals lag der Boden der Höhle wesentlich höher als heute. Man konnte nur gebückt durch den Haupteingang in die Höhle gelangen. Drinnen waren damals noch Tropfsteine zu sehen, Stalagmiten und Stalagtiten genannt. Um die Jahrhundertwende wird von Grabungen eines Prof. Fischers in der gro-ßen Höhle berichtet, genaueres ist nicht bekannt.<br>Die umfangreichsten Grabungen wurden von Februar bis Juli 1911 unter Carl Rademacher, Direktor des Kölner Museums für Vor- und Frühgeschichte und des Kölner Anthropologischen Vereins durchgeführt. In der großen und der kleinen Höhle, in und vor den Eingängen, unter verschiedenen Felsvorsprüngen und auf dem Plateau wurden Belegstücke von der mittleren Altsteinzeit bis ins Mittelalter, u. a. eisenzeitliche und römische Feuerstellen, gefunden. Viele hundert altsteinzeitliche Steingeräte und körbeweise Tierreste wurden geborgen. Leider wurden genaue Fundstelle und Lage nicht dokumentiert, so daß eine wissenschaftliche Auswertung heute kaum noch möglich ist. Außer-dem sind die meisten Funde verschollen. 1913 erfolgte eine Nachgrabung durch Rademacher, die jedoch nur wenige Funde zutage brachte. Rademacher berichtet von Knochenfunden folgender Tiere: aus dem Eiszeitalter Wolf, Hyäne, Höhlenbär, Grauer Bär, Höhlenlöwe, Schneehase, Biber, Mammut, Wühlmaus, Rhinozeros, Wildpferd, Rentier, Bisam, Hirsch und Edelhirsch; aus der Nacheiszeit Murmeltier, Schneehase, Wildschwein, Rentier, Edelhirsch, Moschusochse, Wildpferd, Moorschneehuhn, Gebirgsschneehuhn, Frosch.<br>Die nächste wichtige Aktivität war eine Grabung, die Prof. L. F. Lotz 1939 im Auftrag des Landesmuseums Bonn vor allem in und vor der kleinen Höhle durchführte. Er fand zahlreiche Werkzeuge aus der späten Altsteinzeit und einen Höhlenbärenhorst aus der mittleren Altsteinzeit mit zahlreichen Höhlenbärenknochen, die wahrscheinlich von Höhlenbären stammen, die während des Winterschlafs in der Höhle verendeten. Leider sind die Funde verschollen.<br>1959 wurden durch Herrenbrodt, Bonn, Sicherungsarbeiten zum Schutz vor Raubgrabungen vorgenommen. Der untere Ausgang der kleinen Höhle wurde durch eine Mauer und der Höhlenboden durch eine Sandabdeckung und Baustahlmatten geschützt.<br>H. Löhr führte 1970 im Auftrag des Rheinischen Landesmuseums Bonn eine Probegrabung im Bereich des Osteingangs zur großen Höhle durch, wo gestörte Schichten fest-gestellt wurden, die Rademacher bereits 1913 angeschnitten hatte, aber auch ungestörte Schichten der späten Altsteinzeit mit Knochen von Pferd, Rentier und Schneehuhn ent-deckt wurden.<br>Die letzte Grabung wurde 1977 durch einen Gruppe von Archäologen unter Leitung von H. Löhr im Auftrag des Rheinischen Landesmuseums Bonn durchgeführt. Als Notgra-bung wurden die Schichten der Fundamentgräben für die zur Sicherung der Höhle vor-gesehenen Betonpfeiler und Betonschürzen bis 3 Meter Tiefe untersucht.<br>Der spektakulärste Fund war ein behauener Kieselstein von 6 cm Länge, der auf dem Plateau der großen Höhle in den Travertin eingebettet war und damit so alt ist wie der Travertin, wahrscheinlich 200 000 bis 300 000 Jahre. Der Stein wurde eindeutig als Werkzeug des Neandertalers identifiziert, der sich also schon damals hier aufgehalten hat.<br>Von den bisherigen Untersuchungen unterschied sich diese Grabung durch die große Sorgfalt, mit der die Forscher die Bergung und Registrierung der Befunde vornahmen. Selbst kleinste Reste von Tieren, Pflanzen und Geräten des Menschen wurden in feinen Sieben mit Wasser vom Höhlenlehm getrennt, registriert und teilweise zur weiteren Bestimmung und Untersuchung an Fachinstitute eingesandt. H. Löhr demonstrierte damals der Presse, mit welcher Akribie die Forscher vorgingen: Ein nur etwa 1 cm großes Mäusegebiß aus der Altsteinzeit, etwa 35 000 vor heute, wurde zur Auswertung der Senckenberggesellschaft in Frankfurt zugesandt. Dort kann dann festgestellt werden, von welcher Mäuseart das Gebiß war und unter welchen Klimabedingungen diese Mäuseart lebte, was dann wiederum Rückschlüsse auf das damalige Klima am Kartstein zuließe.<br>Die Mehrzahl der damaligen Funde, die aus allen Perioden, von der Altsteinzeit bis heute, stammen, harren noch der Auswertung.<br>Eine Fundschicht der Grabung brachte zahlreiche Reste von Säugetieren, Vögeln und Geschoßspitzen zutage, die der Ahrensburger Kultur, etwa 10 000 Jahre vor heute, zu-zurechnen sind. Der Archäologe Michael Baales M. A. hat in einer umfangreichen Magisterarbeit 1989 diese Funde beschrieben und ausgewertet. Für die Festschrift zum 1125jährigen Ortsjubiläum hatte Herr Baales nach diesen archäologischen Befunden das Lebensbild der Rentierjäger am Kartstein rekonstruiert, das uns den möglichen Alltag der frühen Bewohner unserer Heimat vorstellt.<br></p>



<h4 class="wp-block-heading">Menschen am Kartstein</h4>



<p><br>Wie erwähnt belegt der Fund des behauenen Kieselsteins im Travertin, daß schon vor etwa 200 000 Jahren Menschen am Kartstein gewesen sind. Sie waren Jäger und Sammler, Nomaden ohne festen Wohnsitz. Aus wenigen weiteren Funden bearbeiteter Steingeräte, die im Travertin eingeschlossen waren, können wir schließen, daß sich die Men-schen damals nicht nur ein einziges Mal am Kartstein aufgehalten haben.<br>Aus dem ältesten Teil der letzten Eiszeit wurde ein Faustkeil (Kultur des Micoquien, ca. 100 000 Jahre vor heute) in der großen Höhle gefunden, ferner Schaber, Spitzen, Doppelspitzen u. a. aus Feuerstein und Quarz (Kultur des Moustèrien, ca. 80 000 vor heute). Diese Funde hat der klassische Neandertaler hinterlassen, der ein intelligentes Wesen war und unserer eigenen Art (Homo sapiens neanderthaliensis) zugerechnet wird. Er jagte damals hier in der kaltzeitlichen Steppe Mammut, Wisent, Rentier, Pferd und andere Tiere.<br>Mit Beginn der jüngeren Altsteinzeit (35 000-12 000 vor heute) tritt unser direkter Vor-fahre auf, der »Homo sapiens sapiens«, der unserer eigenen Art und Rasse angehört. Seinen Aufenthalt in der großen Höhle belegen Knochenspitzen, die als Lanzenbewehrungen dienten (Kultur des Aurignacien, ca. 30 000 Jahre vor heute), ferner Funde aus Feuerstein und Quarzit (Kultur des Magdalenien, ca. 12 500 Jahre vor heute). Diese Menschen lebten wie die Neandertaler der eiszeitlichen Steppe und jagten die gleichen Tiere wie diese.<br>In einer Warmphase, vor etwa 11 000 Jahren, war die Eifel bewaldet. Damals hinterließen die Menschen hier die für ihre Gruppe charakteristischen Federmesser, eine bestimmte Pfeilbewehrung. Sie jagten Waldtiere wie Elch, Reh, Hirsch und Wildschwein.<br>In dem auf diese Zeit folgenden letzten Kälterückschlag der Eiszeit stellten sich hier wieder Rentier und Pferd ein. Diese wurden von den Menschen der Ahrensburger Kul-tur bejagt. Am Kartstein fand man aus dieser Zeit, ca. 10 500 vor heute, einige typische Steingeräte und viele Reste der damals hier lebenden Tiere. Nach dem Ende der letzten Eiszeit vor 10 000 Jahren breitete sich hier wieder ein dichter Wald aus, in dem die Menschen der mittleren Steinzeit die typischen Waldtiere jagten. Aus dieser Zeit fanden sich einige kleine Pfeilspitzen am Kartstein.<br>Etwa um 4 000 vor Chr. begannen die hier lebenden Menschen seßhaft zu werden und Ackerbau zu betreiben. Darauf weisen einige verzierte Scherben und Steingeräte aus der sogenannten Bischheimer Kultur (4 000 v. Chr.) hin. Aus der folgenden Bronzezeit fehlen bisher Funde vom Kartstein.<br>Nachdem die Menschen die Eisengewinnung und -Verarbeitung erfunden hatten, entwickelten sie im letzten Jahrtausend vor Christus große Fertigkeiten in der Herstellung von eisernen Geräten und Waffen. Zwei aufeinanderfolgende Kulturkreise, Hallstattzeit (800 &#8211; 400 v. Chr.) und Latènezeit (400 &#8211; 0 v. Chr.) werden unterschieden. Unsere Heimat lag im Zentrum der Hallstattkultur. Die Hallstattleute waren geschickte Handwerker und gewandte Kaufleute und verkauften ihre Eisenerzeugnisse in ganz Europa. Die reichen und leicht abbaubaren Vorkommen an Braun- und Roteisenstein in der Nähe unseres Heimatortes waren sicher Anlaß, daß die Menschen der späten Hallstattzeit auch hier, in unmittelbarer Nähe der Erzlagerstätten, gewohnt haben. Von ihren hölzernen Wohnhäusern ist nichts erhalten geblieben, doch finden wir noch heute in der Nähe der Schürfplätze die Hügelgräber ihrer Verstorbenen, so z. B. auf Hermesberg, an der Don-nermaar, auf dem Keller. Leider haben die Hallstattleute uns hier keine Belege ihrer Kunstfertigkeit hinterlassen. Auf dem Kartstein wurden lediglich einige Keramikfrag-mente der späten Hallstattzeit (ca. 550 v. Chr.) gefunden.<br>Seit der späteren Hallstattzeit bildete sich, verschiedene Stämme übergreifend, in Mittel- und Westeuropa die keltische Sprache und Kultur, auf die sich auch viele der heutigen Ortsnamen, z. B. »Fey«, zurückführen lassen. Zwischen 800 und 400 v. Chr., genau weiß man das noch nicht, bauten die damaligen Bewohner unserer Heimat, die wir nach ihrer Kultur Kelten nennen können, den Abschnittswall auf dem Kartsteinplateau. Er ist noch heute bis 3 Meter hoch. Zur Zeit seiner Erbauung besaß er auf seiner Krone einen Palisadenzaun oder eine Steinmauer. Dem Wall vorgelagert war ein auch heute noch erkennbarer Graben. Auf dem durch Wall und Felswände geschützten Plateau wurden aus der Latènezeit Schlacken gefunden, die belegen, daß die Kelten dort Eisen verhüttet haben. Weiter wurden aus dieser Zeit bei mehreren Grabungen Keramikscherben, Ge-wandnadeln und ein typischer Reibstein zum Mahlen von Getreide, ein sogenannter »Napoleonshut«, geborgen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="695" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/abschnittswall-1024x695.jpg" alt="" class="wp-image-6812" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/abschnittswall-1024x695.jpg 1024w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/abschnittswall-300x204.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/abschnittswall-768x521.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/abschnittswall.jpg 1300w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eisenzeitlicher Abschnittswall auf dem Kartstein</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Eisenzeitlicher Abschnittswall auf dem Kartstein</h4>



<p><br>Zur Römerzeit ist die Höhle nach den aufgefundenen Hinterlassenschaften oft und auch für längere Zeit von Menschen bewohnt worden. In der großen Höhle wurden mehrere römische Herdstellen gefunden, vor der kleinen Höhle verschiedene römische Herdplatten aus Steinen und gebranntem Lehm. Weiter belegen zahlreiche Münzen, Keramikscherben, Ziegelbruchstücke, Fibeln, Nadeln und der Schädel eines Kindes den Aufenthalt von Menschen zur Römerzeit. Die Funde stammen aus dem 3.-4. Jahrhundert nach Christus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/roemische-Muenzen-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-6814" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/roemische-Muenzen-1024x731.jpg 1024w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/roemische-Muenzen-300x214.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/roemische-Muenzen-768x549.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/roemische-Muenzen.jpg 1302w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Römische Münzen, gefunden in der Kakushöhle (Privatbesitz)</figcaption></figure>



<p>Aus der Karolingerzeit fand man Scherben von sogenannten Kugeltöpfen (um 900 n. Chr.). Aus dem Mittelalter (1 000-1 500 n. Chr.) konnten Reste von Waffen (Lanzenspitzen u. a.), Keramik, einige Münzen und bleierne Musketenkugeln geborgen werden. Aus der Neuzeit wurden hauptsächlich Scherben und Münzen am Kartstein aufgelesen. Die Abtei Steinfeld hat angeblich 1728 einen Marmorsteinbruch zur Gewinnung des Kartsteintravertins eingerichtet.<br>In unserem Jahrhundert fanden Fels und Höhlen aus verschiedenen Gründen lebhaftes Interesse. Um die Jahrhundertwende wurde die Kakushöhle nach zeitgenössischen An-gaben viel von Touristen besucht. Am 05.08.1902 machte sogar der deutsche Kronprinz einen Ausflug zur Kakushöhle. Bis etwa 1975 war das Gelände vor den Felsen bei gutem Wetter allsonntäglicher Treffpunkt vieler Menschen aus nah und fern, die sich bei Musik und Tanz unter den alten Buchen vor der Höhle zusammenfanden. Aus Gründen des Naturschutzes wurden diese Veranstaltungen untersagt, und das 1982 abgebrannte Gasthaus durfte nicht mehr aufgebaut werden.<br>Später wurde ein KIOSK an der B 477 gebaut. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="688" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Gasthaus-Kakushoehle-1024x688.jpg" alt="" class="wp-image-6813" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Gasthaus-Kakushoehle-1024x688.jpg 1024w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Gasthaus-Kakushoehle-300x202.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Gasthaus-Kakushoehle-768x516.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Gasthaus-Kakushoehle.jpg 1297w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das 1982 abgebrannte Gasthaus an der Kakushähle. Foto aus dem Jahr 1970</figcaption></figure>



<p>Einige Jahre vor dem ersten Weltkrieg erwarb Everhard Esser das Kartsteingelände. Er wollte es als Steinbruch nutzen, verkaufte den Tuffstein als Grottenstein und beschäftige einen italienischen Steinmetz, der an der Höhle den Travertin zu Futtertrögen verar-beitete. Nach Everhard Essers Tod 1914 wurde der Steinbruchbetrieb an der Kakushöhle bis 1932 von der Firma Horst in Hürth weitergeführt. Dann verkauften Esser das 1932 unter Naturschutz gestellte Gebiet an den Kreis Schleiden.<br>Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges begann man, den Travertin am »Ahle Koansteen«, auf der östlichen Straßenseite, in Blöcke zu zersägen und auf Befehl Hitlers zum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg zu transportieren, wo die marmorähnlichen Steine an den von Hitler geplanten Monumentalbauten verwendet werden sollten. Nach Kriegsausbruch wurden diese Arbeiten eingestellt.<br><br>Im letzten Kriegsjahr, 1944/45, diente die große Höhle der Gießerei und Maschinenfabrik Girards aus Vussem als bombensichere Zuflucht. Nach Planierung des Höhlenbodens wurden Maschinen und Materialien in die Höhle gebracht. Die Höhle war auch Arbeitsplatz für einige Arbeiter der Firma. Außerdem war gegen Kriegsende ein Teil der Kreisverwaltung Schleiden dort ausgelagert.<br>Heute ist es ruhig geworden um den Kartstein. Einheimische, Touristen und Wanderer erfreuen sich an der romantischen Natur und den bizarren Felsgebilden oder versuchen sich zurückzuversetzen in die Zeiten, als die Jäger der Steinzeit auf ihren Wanderungen hier dem Rentier oder Mammut nachstellten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quelle:<br>Gastautor Willi Brüll (†), Dreimühlen, Chronik 1125 Jahre 1992</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Ortswappen von Eiserfey</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/das-ortswappen-von-eiserfey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gast Autor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 10:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Eiserfey]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6659</guid>

					<description><![CDATA[1988 wurde vom Ortskartell Eiserfey und dem Ortsvorsteher Alfred Mießeler beschlossen, ein Ortswappen einzuführen. Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>1988 wurde vom Ortskartell Eiserfey und dem Ortsvorsteher Alfred Mießeler beschlossen, ein Ortswappen einzuführen. Der Entwurf, die Gestaltung und Beschreibung wurde vom Heimatforscher Anton Könen aus Mechernich durch­geführt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="512" height="591" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/02/BuergervereinEiserfeyDreimuehlenVollem_Wappen_favIconGroesse_512_.png" alt="FavIcon - Wappen von Eiserfey" class="wp-image-982" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/02/BuergervereinEiserfeyDreimuehlenVollem_Wappen_favIconGroesse_512_.png 512w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/02/BuergervereinEiserfeyDreimuehlenVollem_Wappen_favIconGroesse_512_-260x300.png 260w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><sub>Das Ortswappen von Eiserfey</sub></em></figcaption></figure>



<p>Das Wappen schmückt seitdem Vereinsembleme und Ortsfahnen.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Wappenbeschreibung <em>(von Anton Könen)</em>:</h5>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Wappen ist gespalten und links geteilt.</li>



<li>Oben links das schwarze Kreuz im silbernen Feld weist auf jahrhundertelange Zugehörigkeit des Ortes zum Kurstaat Köln hin.</li>



<li>Links unten das rote Feld mit Eisen und Schlegel dokumentiert die über Jahrhunderte durchgeführte Eisenverarbeitung in Eiserfey.</li>



<li>Die Grundfarbe rot soll an die Glut beim Schmelzvorgang hinweisen.</li>



<li>Rechts im blauen Feld ist eine goldene Glocke zu sehen. Die Glocke zeigt das alte Gerichtssiegel von Eiserfey!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehemalige Ortsvereine</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/ehemalige-ortsvereine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Klefisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jul 2023 11:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6841</guid>

					<description><![CDATA[Im Laufe der vielen Jahre bildeten sich viele Vereine mit ihrem Vereinsleben, deren Feste immer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Laufe der vielen Jahre bildeten sich viele Vereine mit ihrem Vereinsleben, deren Feste immer Höhepunkt im arbeitsreichen Leben der Bewohner bildeten.</p>


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</ul>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kriegerdenkmäler in Eiserfey</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/kriegerdenkmaeler-in-eiserfey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 10:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6655</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Kriegerdenkmal 1870/71 Der Kriegerverein Eiserfey errichtete 1897 ein neugotisches Sandsteinkreuz „für die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size">Johann W. Mießeler</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kriegerdenkmal 1870/71</h3>



<p>Der Kriegerverein Eiserfey errichtete 1897 ein neugotisches Sandsteinkreuz „<em><strong>für die im glorreichen Feldzug 1870/71 gefallenen Kameraden</strong></em>“. So geschrieben in der Einladung zum Festprogramm des ersten Verbandsfestes des Kreis-Krieger-Verbandes Schleiden mit der Enthüllung des Kriegerdenkmals am Sonntag, dem 04.&nbsp;Juli 1897, und veröffentlicht im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend im Jahr 1897. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/18970619-Einweihung-Kriegerdenkmal.png" alt="" class="wp-image-6678" width="279" height="541" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/18970619-Einweihung-Kriegerdenkmal.png 407w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/18970619-Einweihung-Kriegerdenkmal-155x300.png 155w" sizes="auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anzeige Unterhaltungsblatt und Anzeiger Kreis Schleiden und Umgegend vom 19.06.1897</figcaption></figure>



<p>Die Inschriften tragen auf der Vorderseite den Text „Gott war mit uns 1870/71“, zu dem die Zeilen „Zum Gedenken an unsere für des Deutschen Reiches Einheit im Jahr 1870/71 gefallenen Kameraden“ darunter die Namen der gefallenen, gestorbenen und damals noch lebenden Soldaten des Krieges 1870/71 sowie „Gewidmet vom Kriegerverein Eiserfey 1897“. An den Seiten sind die Namen der übrigen Mitglieder des Vereins eingemeißelt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="325" height="456" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image025.jpg" alt="" class="wp-image-5168" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image025.jpg 325w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image025-214x300.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 325px) 100vw, 325px" /><figcaption class="wp-element-caption">Inschrift auf dem Kriegerdenkmal 1870/71</figcaption></figure>



<p>Aufgestellt wurde das Denkmal auf einem Felsen östlich der Straße gegenüber der Kakushöhle. Der ursprüngliche Plan des Kriegervereins, das Denkmal auf einem Gemeindeplatz in Eiserfey aufzubauen, wurde mit Gemeinderatsbeschluss vom 26.&nbsp;Februar 1897 abgelehnt, „<em>da das Denkmal bei der Kakushöhle schöner stehe</em>“. Am 03.&nbsp;Dezember 1897 beschließt der Gemeinderat, dem Kriegerverein für die Errichtung des Denkmals 90,- Mark zu gewähren.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal1.jpg" alt="" class="wp-image-6667" width="333" height="666" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal1.jpg 224w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal1-150x300.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kriegerdenkmal 1870/71 &#8211; Gesamtansicht &#8211; 2023</figcaption></figure>



<p>Durch Änderung der Straßenführung im Jahr 1957 musste das Denkmal umgestellt werden und fand seinen Platz unterhalb von Dreimühlen auf der linken Seite von Eiserfey aus im Buchenwald. Doch der feuchte, schattige Platz schadete dem Stein. Das Ortskartell Eiserfey beschloss daraufhin, den Standort noch einmal zu ändern und nach einer Restaurierung durch den Steinmetzbetrieb Simons aus Mechernich im Jahr 1988 auf dem ehemaligen Pfarrhausgrundstück gegenüber der Eiserfeyer Kirche wieder aufzustellen. Durch Haussammlungen, Spenden und Beihilfen wurden die Restaurierungskosten in Höhe von 5.000&nbsp;DM aufgebracht.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Kriegerdenkmal / Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege</h3>



<p>Erstmalig im November 1919 stellte ein Denkmalkomitee den Antrag an die damalige Gemeinde Weyer, ein Denkmal für die Gefallenen auf den Grabstätten der beerdigten (!) Krieger errichten zu dürfen. Der Vorsitzende wurde beauftragt, sich mit den Geistlichen in Verbindung zu setzen.</p>



<p>Am 28. November 1922 nimmt die Gemeindevertretung, wie im Protokoll berichtet wird, zum wiederholten Male Stellung zu der Anfrage des Denkmalkomitees bezüglich der Erlaubnis, ein Kriegerdenkmal auf einem Gemeindeplatz an der Dorfstraße, heute Hauserbachstraße, aufstellen zu dürfen. Die Gemeinde knüpft daran die Bedingung, das vorbeifließende Bachwasser in genügend weiten Zementröhren vorbeizuleiten und bei Wegeüberschwemmungen für freien Durchfluss Sorge zu tragen. Das Komitee verpflichtet sich, solidarisch zu haften, bei Vernachlässigung nach einmaliger Aufforderung die Kosten für eventuelle. Arbeiten durch die Gemeinde zu übernehmen.<br>Das Denkmal wurde 1926 aufgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3511" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-300x225.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-768x576.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrenmal 1914/1918 und 1939/1945 &#8211; geändert 1952</figcaption></figure>



<p>Auf einem rechteckigen Unterbau befindet sich ein dreistufiger Sockel, darauf aufgebaut ein birnenförmiger Block mit drei gestuften Platten. Oben auf den Platten sieht man einen knienden Krieger mit Rucksack, Stahlhelm und Gewehr.</p>



<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man die alten Namenstafeln aus der Vorderseite des Denkmals entfernt und durch neue ersetzt.</p>



<p>Wie in der Eifeler Volkszeitung, am 21.&nbsp;November 1952 berichtete, wurden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung (aber wohl auch aus Anlass des gleichzeitigen Volkstrauertages) in einer Feierstunde die aus Schwedischem Marmor hergestellten Platten der Öffentlichkeit präsentiert. Die schwarzen Marmortafeln tragen die eingravierten Namen und Todesdaten der in beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Soldaten.</p>



<p class="has-text-align-center">Über den Namen steht die Inschrift:</p>



<p class="has-text-align-center"><em><strong>DEM ANDENKEN DER IN DEN WELTKRIEGEN<br>1914 – 1918 UND 1939 – 1945<br>GEFALLENEN HELDEN AUS EISERFEY<br>GEWIDMET AUS DANKBARKEIT</strong></em></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal11.jpg" alt="" class="wp-image-6671" width="342" height="684" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal11.jpg 224w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal11-150x300.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrenmal WK I + II &#8211; Gesamtansicht &#8211; 2023</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal12.jpg" alt="" class="wp-image-6672" width="537" height="269" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal12.jpg 448w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal12-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrenmal WK I + II &#8211; Unterer Teil &#8211; 2023</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center"><em><strong>DEM ANDENKEN DER IN DEN WELTKRIEGEN<br>1914 -1918 UND 1939 -1945<br>GEFALLENEN HELDEN AUS EISERFEY<br>GEWIDMET AUS DANKBARKEIT</strong></em></p>



<figure class="wp-block-table"><table style="border-style:none;border-width:0px"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">LEO ARULL<br>30.9.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">NIKL. SCHNICHELS<br>30.10.1915</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JAK. MIESSELER<br>21.10.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KARL GENTGEN<br>18.2.1916</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">TOHMAS FRINGS<br>27.12.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">WILH. RAETZ<br>15.7.1916</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">HERMANN FERBER<br>30.12.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. GENTGEN<br>16.7.1917</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">FR. SCHUHMACHER<br>24.4.1915</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOH. FRINGS<br>27.7.1917</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. HÖSCHLER<br>29.5.1915</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">FERDY NATHAN<br>12.6.1918</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOH. ARULL<br>♰ 24.12.1917</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">MATH. FRINGS<br>♰ 24.4.1918</td></tr></tbody></table></figure>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-c6bc58be wp-block-columns-is-layout-flex" style="padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px">
<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:25%">
<p class="has-text-align-center">VERMISSTE<br>1939 &#8211; 1945<br><br>MARTIN EVERTZ ♰<br>WILLI EVERTZ ♰<br>JOHANN GLEHN<br>HEINR. HAMACHER<br>HEINR. HOSCHLER<br>JOSEF LINDEN</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<figure class="wp-block-table"><table style="border-style:none;border-width:0px"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. HEIMERSHEIM<br>1.10.1941</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">FRANZ HARPERSCHEIDT<br>23.3.1943</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. FEYEN<br>30.8.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">MICH. MIESSELER<br>6.10.1941</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">WILH HUTH<br>22.9.1943</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">ANT. GOLBACH<br>22.12.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. HEIMERSHEIM<br>27.12.1941</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">CHRIST. HARPERSCHEIDT<br>19.10.1943</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. GLEHN<br>8.11.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">PETER SISTIG<br>4.3.1942</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">ANT. VOGELSBERG<br>25.1.1944</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. HOMMEL<br>30.11.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">PAUL FRINGS<br>17.3.1942</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KURT NIESSEN<br>26.1.1944</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. FEYEN<br>23.3.1945</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOH. HARPERSCHEIDT<br>27.8.1942</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">FRANZ ESSER<br>2.6.1944</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JAK. MÜNCH<br>9.4.1945</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">MARG. GERHARDS<br>♰ 6.3.1945</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"></td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. MÖHRER<br>♰ 13.7.1948</td></tr></tbody></table></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:25%">
<p class="has-text-align-center">VERMISSTE<br>1939 &#8211; 1945<br><br>PETER MIESSELER<br>WERNER PEINER<br>MATTHIAS SISTIG<br>WILLI VOGELSBERG<br>FERDI HAMMERMANN</p>
</div>
</div>



<p>Ergänzende und detailliertere Informationen zu den an beiden Ehrenmälern aufgeführten Einwohnern Eiserfeys können dem <em><strong><a rel="noreferrer noopener" href="http://denkmalprojekt.org/2020/eiserfey_stadt-mechernich_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html" target="_blank">Onlineprojekt Gefallenendenkmäler</a></strong></em> entnommen werden.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-ea351d65 wp-block-group-is-layout-constrained" style="border-style:none;border-width:0px;padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0">
<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Quellen:</h5>
</div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kreisarchiv Euskirchen, Eifeler Volkszeitung vom 21.11.1952</li>



<li>Kreisarchiv Euskirchen, Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend 19.06.1897</li>



<li>Beschlüsse Gemeinderat Weyer 26.02.1897; 03.12.1897: 27.11.1919; 28.11.1922</li>



<li>Kreisarchiv Euskirchen, Eifeler Volkszeitung vom 21.11.1952</li>



<li>Manfred Groß, Kreis Euskirchen Denkmäler und Gedenkzeichen für die Gefallenen-Vermißten-und zivilen Opfer der Kriege 1870/7<em>1914/1</em>1939/45</li>



<li>Onlineprojekt Gefallenendenkmäler (<a rel="noreferrer noopener" href="http://denkmalprojekt.org/2020/eiserfey_stadt-mechernich_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html" target="_blank"><em>http://denkmalprojekt.org/2020/eiserfey_stadt-mechernich_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html</em></a>) abgerufen am 18.03.2023</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eiserfeyer Gastronomie im Laufe der Geschichte</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/eiserfeyer-gastronomie-im-laufe-der-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 15:30:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6561</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Die Gastronomie scheint in Eiserfey auf eine wohl Jahrhunderte lange Tradition zurückblicken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size">Johann W. Mießeler</p>



<p>Die Gastronomie scheint in Eiserfey auf eine wohl Jahrhunderte lange Tradition zurückblicken zu können. Die Ausgabe des Wochenblattes und des Anzeigers für den Kreis Schleiden vom 3. April 1838 führte fünf Wirte an, die polizeiliche Erlaubnisscheine zum Ausschank besaßen. Dies waren Jakob Sauerbier, Johann Nell, Peter Joseph Hufschmidt, Wilhelm Gappen und Josef Weckmann. Wer von ihnen sich Gast- oder lediglich Schankwirt nennen durfte, ließ die Veröffentlichung offen. Der Unterschied lag darin, ob der Wirt neben dem Ausschank auch Gäste beherbergen konnte.</p>



<p>Entgegen dem allgemeinen Trend, auch in den umliegenden Dörfern, existieren in Eiserfey nach wie vor drei von ehemals fünf Gaststätten.</p>



<p>Die Anfang des 19. Jahrhunderts verstärkt auch öffentlich beklagte Trinksucht war wohl nicht ursächlich für das breite gastronomische Angebot. Der Grund lag vielmehr in der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Anzahl der damals existierenden Gaststätten lässt auf ein erweitertes und nicht nur trinkfreudiges, sondern auch ein durchaus zahlungsfähiges Publikum schließen. Schließlich befand sich die Region zu dieser Zeit aufgrund von Bergbau, Hüttenwesen, Eisen- und Kalkverarbeitung und Müllerei noch in wirtschaftlich befriedigender Verfassung. Der erhöhte Bedarf an Arbeitskräften in den genannten Wirtschaftsbereichen erhöhte auch die Nachfrage an Gasthäusern mit Unterkunftsmöglichkeiten für Arbeiter und Angestellte, die in und um Eiserfey tätig waren. Wir können annehmen, dass die heute noch existierenden Gasthäuser älter sind als die uns bekannten Daten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Noch drei Gaststätten</h4>



<p>In welchem Teil des Ortes sich die fünf Gaststuben befanden, scheint bisher nur beim „Em Stöffje“ klar zu sein. Sein jetziger Standort ist der gleiche wie bei der Gründung. Dafür spricht auch die Nähe zur Kirche. Der 1838 genannte Gastwirt Johann Nell ist nachweisbar einer der Vorbesitzer der heutigen Gaststätte. Die Frage, ob er möglicherweise auch die Gründung vornahm, kann nicht beantwortet werden. Somit befindet sich die Gaststätte zumindest rund 180 Jahre in Familienbesitz. Bei den beiden anderen Wirtshäusern scheint eine solch lange Familientradition nicht zu bestehen. Der Name „Walber“ (Witwe) als Wirt(in) taucht erstmals 1884 auf. Die Gaststätte blieb seit dieser Zeit in Familienbesitz. Heute wird sie unter dem Namen „Zur Römerstube“ von Gisela Mießeler, geborene Esser, weitergeführt.<br>Der 1903 von J. B. Westermann neu eröffnete Gasthof „Zur Post“ ist auf einer alten Postkarte von 1898 abgebildet und eindeutig als Gebäude der heutigen Gaststätte „Feytal“ erkennbar. Ob das Gebäude allerdings schon früher als Gaststätte genutzt wurde, bleibt weiter im Dunkel der Ortsgeschichte.<br>Ab 1916 übernahm Johann Peter Sistig den Gasthof und nannte seine Lokalität von da an „Gasthaus Johann Peter Sistig“. Altersbedingt verpachtete der Eigentümer die Gaststätte Anfang der 1960er Jahre. Danach führten verschiedene Pächter den Gastronomiebetrieb mehr oder weniger lang durch. Im Jahr 1972 ließ der damalige Pächter umfangreiche An- und Umbauten durchführen. Zudem gab er dem Haus den Namen „Feytal“, den auch der heutige Eigentümer übernahm.</p>



<p>Die nachfolgenden Namen der Wirte sind ab 1844 belegt und nachweisbar:</p>



<p>Walber, Peiner, Hufschmidt, Nell, Franz Joseph Volheim, Sauerbier, Dominikus Westermann (Gaststätte zur Kakushöhle) J. B. Westermann, Johann Peter Sistig.</p>



<p>In den Jahren 1844 und 1845 sind die Gastwirte Nell und Sauerbier sehr häufig erwähnt. Das muss wohl im Zusammenhang mit dem damaligen Bürgermeisteramt in Eiserfey gesehen werden, wo alle „Verdinggaben“ und „Versteigerungen“ öffentlich durchgeführt wurden.</p>



<p>Nachfolgende Veröffentlichungen sind nur ein Bruchteil der vorliegenden Anzeigen</p>



<ul class="wp-block-list" id="block-e5baa2a2-e9d7-49a1-9e0e-3c649780e97f">
<li class="has-small-font-size">Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Euskirchen und Umgegend 04.1838 &#8211; Konzessionen</li>



<li class="has-small-font-size">/Walber 03.1884 / Peter Walber 10.1920, 05.1920, 04.1920. 12.1921, 06.1921, 03.1921<br>/Peiner 02.1876, 09.1868 <br>/Hufschmidt 03.1870 <br>/Nell 10.1868, 01.1845,11.1844,10.1844, 09.1885<br>/Franz Joseph Volheim 07.1850 <br>/Sauerbier 10.1845, 12.1845, 05.1845,<br>/Naßheuer 06.1870 in Dreimühlen <br>/J. B. Westermann, Neueröffnung Gasthof zur Post, 06.1903,<br>/Johann Peter Sistig 08.1920, 02.1920, 04.1921 <br>/Dominikus Westermann 10.1903, 12. 1907 Gaststätte zur Kakushöhle</li>
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		<title>Gaststätte &#8222;Zur Römerstube&#8220;</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/gaststaette-zur-roemerstube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gast Autor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 13:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor mehr als 120 Jahren gab es schon das Wirtshaus mit großem, in Fachwerk gebautem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size">Vor mehr als 120 Jahren gab es schon das Wirtshaus mit großem, in Fachwerk gebautem Saal, dort wo eine Wegezollstation die Reisenden damals stoppte. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="315" height="210" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image316.jpg" alt="" class="wp-image-4878" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image316.jpg 315w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image316-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 315px) 100vw, 315px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gastwirtschaft von P. Walber, jetzt Gaststätte zur Römerstube</figcaption></figure>



<p>Als Nachfolger von „Walberts Pättche“ übernahm Ende der fünfziger Jahre Familie Maria und Fritz Esser das Wirtshaus.<br>Das kleine Wirtshaus wurde abgerissen und eine neue Gaststätte mit Pension gebaut. Der Saal wurde über die Jahre mehrmals renoviert und dient bis heute noch für zahlreiche Veranstaltungen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="289" height="125" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image315.jpg" alt="" class="wp-image-4877"/><figcaption class="wp-element-caption">Aussenansicht „Gaststätte zur Römerstube“</figcaption></figure>



<p><br>In den sechziger Jahren prägten das Thekengeschäft und die jährliche Kirmes das Leben in der Gaststätte. Es war die Zeit, wo die Arbeitslöhne noch in der Lohntüte bar ausgezahlt wurden und „ Post Jupp“ die Rente mit der Post in die Häuser brachte und Junggesellen, die mit ihren Beinen durch die Saaldecke gerieten, als sie sich vor der Kontrolle der Sperrstunde vom scharfen Dorfpolizisten Wolter auf dem Dachboden verstecken wollten. So könnte man jetzt noch unzählig viele Geschichten erzählen.<br>In den siebziger Jahren wurde die Gaststätte durch den Bau des kleinen „Sälchens“ erweitert. Und damit begann die Zeit der Feste in der Römerstube. Das Angebot an Festessen, Buffet usw. wurde über die Jahre immer wieder erweitert. Hier bleiben die Veranstaltungen und Buffet´s von Gastwirt Heinz Mießeler unvergessen. Seine Leidenschaft war, Gastgeber mit ganzem Herz zu sein.<br>Bis heute bewahren seine Frau Gisela Mießeler geb. Esser und Familie das gastronomische Angebot: vom leckeren Bier an der Thecke, Feste mit leckerem Essen und Veranstaltungen in einem original Eifeler Dorfsaal.</p>



<p class="has-small-font-size">Quelle:<br>Gastautorin Beate Heimersheim<br>Notarielle Urkunde Königreich Preußen Rep. No 1885 vom 09.09.1895 Wwe. Walber</p>
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		<title>Gaststätte „Feytal“</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/gaststaette-feytal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 12:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Im Jahre 1980 kauften die Eheleute Elisabeth und Efthimios Kaounis, besser bekannt [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-small-font-size">Johann W. Mießeler</p>



<p>Im Jahre 1980 kauften die Eheleute Elisabeth und Efthimios Kaounis, besser bekannt unter Mike Kaounis, die Gaststätte. Nach wiederholten Umbau- und Renovierungsarbeiten der Gasträume und Toilettenanlagen wurde im Jahr 1984 eine Bundeskegelbahn neben dem Saal der Gaststätte gebaut.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="353" height="265" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image302.jpg" alt="" class="wp-image-4864" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image302.jpg 353w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image302-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gaststätte &#8222;Feytal&#8220;</figcaption></figure>



<p>Mit dem Bau der Kegelbahn wurde eine alte Tradition im Hause wiederbelebt. Im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend wird im Jahr 1920 von einer Tanzveranstaltung berichtet, wozu der Kegelklub und der Wirt einluden.</p>



<p>Der angrenzende Saal konnte nur in den Anfängen der neuen Gastronomie betrieben werden und erfüllt heute nicht mehr die erforderlichen Ansprüche.</p>



<p>Die ursprüngliche Dorfkneipe entwickelte sich mehr und mehr zu einer Speisewirtschaft. Aufgrund der griechischen Wurzeln des Hausherren sind die Spezialitäten des Hauses natürlich Griechische Gerichte. Daneben werden aber auch viele andere internationale kulinarische Köstlichkeiten, die mit hoher Qualität und frisch von Liesel zubereitet werden, auf der breit gefächerten Speisekarte angeboten. Mike ist für den Service zuständig und unterhält liebevoll die Gäste mit seiner unnachahmlichen Art. Selbst laute, spielende Kinder können ihn nicht aus der Ruhe bringen. Einzig und allein das Politisieren über Griechenland lässt ihm die Zornesröte ins Gesicht steigen.</p>



<p>Im Sommer 2015 wurde ein gemütlicher Biergarten im Hof der Gaststätte eingerichtet, der zum Verweilen und Plauschen einlädt.</p>



<p>Johannes Kaounis, meistens Janni genannt, ist der Junior der Familie und hat im Dezember 2013 den elterlichen Betrieb übernommen. Mit jugendlichem Elan verleiht er der Gaststätte seine persönliche Note von gehobener Gastronomie und reizvollem Ambiente. Als „Griechisches Restaurant“ empfiehlt er sich seinen Gästen, die in kleinen und großen Gruppen herzlich willkommen sind.</p>



<p></p>
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