<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Johann W. Mießeler &#8211; Eiserfey + Dreimühlen + Vollem</title>
	<atom:link href="https://www.eiserfey.de/author/b280e9bb55c1b53fb769ba79e22b8fd7dde2c568/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.eiserfey.de</link>
	<description>Informationen aus Eiserfey - Einem Golddorf aus der Eifel</description>
	<lastBuildDate>Mon, 18 May 2026 17:03:13 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/02/BuergervereinEiserfeyDreimuehlenVollem_Wappen-150x150.png</url>
	<title>Johann W. Mießeler &#8211; Eiserfey + Dreimühlen + Vollem</title>
	<link>https://www.eiserfey.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Helferfest des Bürgervereins</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2026/01/helferfest-des-buergervereins/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 12:03:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerverein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=7196</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Helferinnen und Helfer, wir möchten euch schon jetzt unser bevorstehendes Dankeschön-Event, das Helferfest, ankündigen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Liebe Helferinnen und Helfer,</p>



<p class="wp-block-paragraph">wir möchten euch schon jetzt unser bevorstehendes Dankeschön-Event, das Helferfest, ankündigen. Ohne eure großartige Unterstützung wären unsere Veranstaltungen des Bürgervereins nicht möglich gewesen. Eure Zeit, Energie und Hingabe haben einen entscheidenden Beitrag geleistet, und dafür möchten wir uns von Herzen bedanken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Termin wird noch bekannt gegeben</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die persönlichen Einladungen erfolgen zeitgerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>St. Martins-Umzug 2026</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2026/01/st-martins-umzug-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 08:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerverein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[St. Martin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=7658</guid>

					<description><![CDATA[Am Freitag, 05.11.2026 um 18:00 Uhr findet wieder unser St. Martins-Umzug statt. Kommt mit euren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>Fre</strong><strong>ita</strong><strong>g, 05.11.2</strong><strong>026 um 18:00 Uhr</strong> findet wieder unser St. Martins-Umzug statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt mit euren Kindern, Freunden und Verwandten zum Feuerwehrgerätehaus und begleitet uns mit Laternen und Fackeln durch Eiserfey zum Martinsfeuer im Auel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Freiwillige Feuerwehr Eiserfey und der Musikverein Weyer begleiten uns.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss wird der St. Martin die Martinswecken auf dem Hof der Familie Ratz / Zippel (»Alte Bürgermeisterei von Eiserfey«) an die anwesenden Kinder verteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem findet wie immer unsere große Verlosung statt, für die nach der Kirmes der Losverkauf starten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es gibt Kinderpunsch, Glühwein, Kakao, Kaltgetränke, leckere Bratwurst vom Grill und natürlich werden wir zusammen viel Spaß haben.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weinfest 2026 in Eiserfey</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2026/01/weinfest-2026-in-eiserfey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 11:29:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerverein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=7735</guid>

					<description><![CDATA[Der Bürgerverein Eiserfey, Dreimühlen, Vollem e.V. lädt zum Weinfest am 08.08.2026 ab 17 Uhr ein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Bürgerverein Eiserfey, Dreimühlen, Vollem e.V. lädt zum Weinfest am 08.08.2026 ab 17 Uhr ein.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2026/01/Weinfest-in-Eiserfey-2026-683x1024.png" alt="Plakat Weinfest 2026" class="wp-image-7771" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2026/01/Weinfest-in-Eiserfey-2026-683x1024.png 683w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2026/01/Weinfest-in-Eiserfey-2026-200x300.png 200w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2026/01/Weinfest-in-Eiserfey-2026-768x1152.png 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2026/01/Weinfest-in-Eiserfey-2026.png 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Waren wir Helden in Eiserfey?</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2025/01/waren-wir-helden-in-eiserfey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 13:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dev.eiserfey.de/?p=1896</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Für die Generationen, die in den 50er bis 70er Jahre Kind waren.Nichts [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Johann W. Mießeler</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Generationen, die in den 50er bis 70er Jahre Kind waren.<br>Nichts für die, die nach 1970 geboren wurden.<br>Ab dieser Zeit wurden die Kinder in Watte gepackt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass wir so lange überleben konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Bettchen waren mit Blei- und Cadmiumhaltiger Farbe bunt angemalt.<br>Wir spielten Räuber und Gendarm, Cowboy und Indianer. Bewaffnet waren wir mit Pfeil und Bogen. Eine gutgehende Schleuder und ein Taschenmesser durften auch nicht fehlen. Mit Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.<br>Wir kämpften und prügelten uns manchmal schwarz und blau, hin und wieder gab es auch eine Schnittwunde oder ein Goldzahn füllt heute die Lücke von einem verloren gegangen Zahn. Keiner wurde dafür verklagt. Es war einfach ein simpler Unfall. Außer uns selbst hatte keiner Schuld. Niemand fragte nach „Aufsichtspflicht“.<br>Unsere Feinde wurden gefesselt und an den Baum gebunden, das hatte nichts mit SM zu tun.<br>Wir mussten mit Enttäuschungen leben, denn die Erwachsenen interessierte das nicht. Wenn wir uns geprügelt hatten, haben wir zu Hause nichts erzählt, denn unsere Eltern wären mit Sicherheit nicht zu den Eltern unseres Gegners gelaufen, sondern wir hätten den Ärger bekommen.<br>Unser Lieblingsspielplatz war die Kakushöhle. Kein Versteck blieb uns verborgen.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der „Kaiser“, Nische der Kaiserbüste, wurde von oben und unten erklommen. Natürlich ohne Fangseil und Sturzhelm. Das Klettern im Felsen war für uns keine Mutprobe, sondern Krafttraining und ersetzte das Fitnessstudio.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="652" height="1024" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-652x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3500 size-full" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-652x1024.jpg 652w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-191x300.jpg 191w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-768x1206.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1-978x1536.jpg 978w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/waren_wir_helden_1.jpg 1052w" sizes="(max-width: 652px) 100vw, 652px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso wurden Bäume bestiegen, die nicht TÜV-geprüft waren und wussten, dass die Äste der Kirschbäume schneller brechen als andere.<br>Pflaumen mussten wir aufsammeln, um an Kirmesgeld zu gelangen, Äpfel wurden gepflückt und Nüsse selbst geknackt.<br>Knochen und Zähne konnten wir von Holz und Steinen unterscheiden.<br>Schlitten und Skifahren in der Wintershecke glückte ohne Helm und Protektoren.<br>Bobfahren, mit Startpunkt „am Kalk“, Straße am Weinberg nach Harzheim, war nichts für Weicheier. Zum Schutz der Mädchen saßen Jungs und Mädchen wechselweise auf dem Bob. Mit 10 Fahrgästen steuerte der Schlittschuhfahrer, vorne auf dem Bob, als Lenker und Bremser in atemberaubendem Tempo die „Gass“ herunter. Trotz fast 50 Meter abgestreuter Straße, mit Asche und Splitt, endete die Fahrt über die Hauserbachstrasse an Bravs Hauswand.<br>Kein Schild „Achtung überquerende Kinder“ warnte die, allerdings wenigen Autofahrer auf der B477.<br>Die ein oder andere Narbe zeugt heute noch von geflickten Knochen und Abschürfungen, entstanden durch unerfahrene Lenker oder zu schnelles fahren.<br>Es war einfach ein simpler Unfall ohne Inanspruchnahme von Haftpflichtversicherung oder Rechtsanwälten.<br>Neben Kakushöhle, Sportplatz, Wald und Wiese war die Hauptstraße beliebter Spielplatz.<br>Hier wurde ohne Handschuhe und Schutzbrille gerängelt, (Fahrradfelge, Reifen treiben) gedoppt (Dilledopp, Peitschenkreisel treiben) und gekneggelt. (mit Murmeln spielen). Die Mädchen spielten zusätzlich Hippekästchen, Gummitwist oder Hula-Hoop.<br>Nachlaufen und Springen über den Bach war ohne Knie- und Schienbeinschützer an der Tagesordnung.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="212" height="276" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/bach.png" alt="" class="wp-image-3501 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">An heißen Sommertagen wurde der Hauserbach gestaut und zum Schwimmbad umfunktioniert. Die ungeklärten, eingeleiteten Abwässer sorgten hin und wieder für Belustigung, aber lösten keine Epidemien aus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fische fangen von Hand im Bach endete häufig mit einem Griff an einen haarigen Gesellen.<br>Zum Radfahren brauchten wir weder Schutzhelm noch Warnweste. Das oft selbst zusammengebaute Rad entsprach nicht der Straßenverkehrsordnung und hatte auch keine 12 Gänge.<br>Beim Fußballspielen auf dem Sportplatz in Trikots wurde die fehlende weiße 3 Strip Sporthose kurzentschlossen durch eine Feinripp Unterhose ersetzt, ohne dass dadurch die Partie nicht angepfiffen wurde oder das Spielniveau darunter litt.<br>Wenn es kälter wurde, hat man sich warm angezogen und nicht die Heizung höher gedreht.<br>Wir sind auf Breitendriesch Schlittschuh gelaufen, ohne dass dafür eine amtliche Freigabe existierte.<br>Baumwolle rostet nicht, denn das schön auf 15 x 15 cm geschnittene, auf dem Plumpsklo aufgehängte Zeitungspapier hatte nicht die Zewa Wisch- und Saugkraft wie heute.<br>Hygiene war nicht unbedingt unsere Stärke aber dafür haben wir heute ein funktionierendes Immunsystem.<br>Gebadet wurde einmal in die Woche, in der Regel Samstags in einer Zinkwanne.<br>Die Jüngsten als erste, danach die älteren Geschwister und die Eltern. Als Intimbeleuchtung diente das hellgrüne Lämpchen ( Magisches Auge ) am Löweradio. Die Haare wurden luftgetrocknet, einen Föhn gab es nicht.<br>Schränke und Türen waren eine ständige Bedrohung für unsere Finger.<br>Ohne Schwierigkeiten könnten wir Fläschchen aus der Apotheke sowie die Flaschen mit Bleichmittel öffnen,<br>Wir tranken Wasser aus dem Wasserhahn oder am Bach und nicht aus Flaschen. Niemand starb an den Folgen von gemeinsam genutzten Trinkgefäßen.<br>Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter und wurden trotzdem nicht zu dick.<br>Drachen konnten wir selbst bauen und wussten, wo man sie nicht fliegen lassen durfte.<br>Geraucht wurden in Zeitungspapier eingewickelte, trockene Buchenblätter.<br>Das tagelang anhaltende Brennen auf der Zunge wurde in späteren Jahren durch das Qualmen von Eckstein und Overstolz gelindert.<br>Wir aßen Würmer, die trotz Prophezeiung nicht in unseren Mägen weiterlebten.<br>Musik hörten wir von kratzenden, aus der Musikbox ausrangierten und von Schröder Jupp gekauften Schallplatten.<br>Wir hatten nicht:<br>I Phon, I Pad, Playstation, Nintendo, Videospiele, eigene Fernseher, 100 Fernsehkanäle, Computer, Internet und flüchtende Pokemons.<br>Wir hatten Freunde.<br>Wir gingen raus und trafen sie auf der Straße oder gingen zu ihnen nach Hause. Ohne Termin und gegenseitigem Wissen unserer Eltern. Keiner brachte oder holte uns.<br>Wie war das möglich?<br>Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst beim 7. Schlag der Kirchturmuhr gegen 19.00 Uhr zu Hause sein. Denn danach patrouillierte der Lehrer die einzuhaltende Sperrstunde.<br>Niemand wusste, wo wir waren und hatten nicht mal ein Handy dabei.<br>Wenn telefoniert werden musste, konnte bei Post Marie ein Gespräch angemeldet und bei freier Leitung durchgeführt werden.<br>Manche Kinder waren nicht so schlau wie andere.<br>Sie vielen durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Einige glaubten, die Lehrer hätten sie so gerne, dass sie noch ein Jahr in der gleichen Klasse bleiben durften.<br>Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zu Änderungen der Leistungsbeurteilung.<br>Die Jungs durften sich, ehe sie vom Lehrer verprügelt wurden, sogar den Stock selber schneiden. Das löste keinen Polizeieinsatz aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Autos saßen wir ohne Sicherheitsgurt und Airbag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Keiner konnte sich verstecken.<br>Wir waren uns im Klaren, dass bei Gesetzesverstoß unsere Eltern uns nicht aus dem Schlamassel heraushauen, sondern der gleichen Meinung waren wie die Polizei.<br>Unsere Generation hat eine Menge von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft und Verantwortung hervorgebracht.<br>Wir hatten Freiheit, Erfolge und Misserfolge. Mit alldem mussten wir umgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzlichen Glückwunsch, wenn du dazugehörst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Text „wir waren Helden“, gibt es in div. Varianten seit einigen Jahren in Internetforen. Der Ursprung ist nicht bekannt.<br>Der Bericht ist ergänzt durch Jugenderlebnisse des Autors.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorwort zur Chronik 2017</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/vorwort-zur-chronik-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2023 10:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6789</guid>

					<description><![CDATA[Der Bürgerverein Eiserfey, Dreimühlen, Vollem e. V. wurde am 19.02.2016 gegründet. In dieser Gründungsversammlung wurde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Bürgerverein Eiserfey, Dreimühlen, Vollem e. V. wurde am 19.02.2016 gegründet. In dieser Gründungsversammlung wurde beschlossen das in diesem Jahr anstehende 1150-jährige Ortsjubiläum von Eiserfey mit diversen Veranstaltungen zu feiern. Gleichzeitig entstand der Wunsch die vor 25 Jahren aus Anlass der erstmaligen Erwähnung des Dorfes „feia“ im Jahre 867 n. Chr. gestaltete und herausgegebene Festschrift zu ergänzen und für nachfolgende Generationen fortzuschreiben.<br>Diese Festschrift mit dem Titel „Eiserfey, 867 – 1992“ stammt weitgehend aus der Feder der schon verstorbenen Willi<br>Brüll und Michael Linden. Auf Grund des knapp bemessenen Zeitrahmens von der Entscheidung bis zur Herausgabe dieser Festschrift können manche Themen nur angerissen und nicht vollständig aufgezeigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Es gibt noch eine Vielzahl von Themen, die bearbeitet werden könnten, um die Leistungen unserer Vorfahren zu beschreiben.<br>Das „Chronikteam“, dem Wolfgang Meyer, Johann W. Mießeler, Gerd Nöthen, Dr. Rolf Steinberg, Theo Weidebach und<br>Albert Velser angehören, hat in monatelangen Recherchen in verschiedenen Archiven die nachfolgenden Artikel zusammengetragen. Die einzelnen Beiträge geben den aktuellen Wissensstand der Autoren wieder. Die Inhalte basieren auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Quellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="940" height="470" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam.jpg" alt="" class="wp-image-282" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam.jpg 940w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam-300x150.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2022/12/Foto-Cronikteam-768x384.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px" /><figcaption class="wp-element-caption">Team &#8222;Chronik&#8220; </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Das Team erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- und Richtigkeit aller Angaben, freut sich aber über geschichtliche und volkskundliche Hinweise und Quellenangaben durch interessierte Leser, die mehr Licht ins oftmalige Dunkel der Geschichte(n) bringen könnten. Ein wenig wurde noch bei Zeitzeugen in Erfahrung gebracht und mit eingearbeitet.<br>Wir danken allen, die uns mit Urkunden, Schriftstücken, Hinweisen, Fotos und Interviews unterstützt haben. Der Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisarchivs Euskirchen, des Landesarchivs Duisburg, der Archive der Stadt Mechernich und der Gemeinde Nettersheim, dem Bayerischen Landesarchiv sowie Frau Inge van Kann, die alle gerne und hilfreich Informationen und Hinweise zu unseren Ortschaften und den einzelnen Themen gegeben haben. Besonderen Dank geht auch an Katja Mießeler, die die Gestaltung der Festschrift übernommen hat, sowie an alle Autoren und Lektoren der  nachfolgenden Berichte.<br>Das Team wünscht sich, dass mit der Herausgabe der „Zeitreise“ auch bei jüngeren Bürgern unserer Ortschaften das Interesse für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geweckt und für nachfolgende Generationen erhalten werden wird.<br>Die Autoren geben sich mit dem aktuell Erreichten nicht zufrieden und werden, durch den „Recherchevirus“ angesteckt, noch offene Themen aufarbeiten und für künftige Anlässe aufbewahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Ein Hinweis sei uns dieser Stelle noch gestattet: Bitte, vernichten Sie keine evtl. für Sie unwichtig erscheinende Dokumente, Urkunden, Fotos usw. über unsere Orte sowie deren Bürger und geben sie diese Unterlagen zur Aufbewahrung an die vorhandenen Archivierungsstellen. Hier werden die Unterlagen bei der erforderlichen Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufbewahrt, um sie interessierten Bürgern, Vereinen und Einrichtungen zugänglich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kriegerdenkmäler in Eiserfey</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/kriegerdenkmaeler-in-eiserfey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 10:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6655</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Kriegerdenkmal 1870/71 Der Kriegerverein Eiserfey errichtete 1897 ein neugotisches Sandsteinkreuz „für die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Johann W. Mießeler</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kriegerdenkmal 1870/71</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kriegerverein Eiserfey errichtete 1897 ein neugotisches Sandsteinkreuz „<em><strong>für die im glorreichen Feldzug 1870/71 gefallenen Kameraden</strong></em>“. So geschrieben in der Einladung zum Festprogramm des ersten Verbandsfestes des Kreis-Krieger-Verbandes Schleiden mit der Enthüllung des Kriegerdenkmals am Sonntag, dem 04.&nbsp;Juli 1897, und veröffentlicht im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend im Jahr 1897. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/18970619-Einweihung-Kriegerdenkmal.png" alt="" class="wp-image-6678" width="279" height="541" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/18970619-Einweihung-Kriegerdenkmal.png 407w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/18970619-Einweihung-Kriegerdenkmal-155x300.png 155w" sizes="auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anzeige Unterhaltungsblatt und Anzeiger Kreis Schleiden und Umgegend vom 19.06.1897</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inschriften tragen auf der Vorderseite den Text „Gott war mit uns 1870/71“, zu dem die Zeilen „Zum Gedenken an unsere für des Deutschen Reiches Einheit im Jahr 1870/71 gefallenen Kameraden“ darunter die Namen der gefallenen, gestorbenen und damals noch lebenden Soldaten des Krieges 1870/71 sowie „Gewidmet vom Kriegerverein Eiserfey 1897“. An den Seiten sind die Namen der übrigen Mitglieder des Vereins eingemeißelt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="325" height="456" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image025.jpg" alt="" class="wp-image-5168" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image025.jpg 325w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image025-214x300.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 325px) 100vw, 325px" /><figcaption class="wp-element-caption">Inschrift auf dem Kriegerdenkmal 1870/71</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgestellt wurde das Denkmal auf einem Felsen östlich der Straße gegenüber der Kakushöhle. Der ursprüngliche Plan des Kriegervereins, das Denkmal auf einem Gemeindeplatz in Eiserfey aufzubauen, wurde mit Gemeinderatsbeschluss vom 26.&nbsp;Februar 1897 abgelehnt, „<em>da das Denkmal bei der Kakushöhle schöner stehe</em>“. Am 03.&nbsp;Dezember 1897 beschließt der Gemeinderat, dem Kriegerverein für die Errichtung des Denkmals 90,- Mark zu gewähren.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal1.jpg" alt="" class="wp-image-6667" width="333" height="666" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal1.jpg 224w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal1-150x300.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kriegerdenkmal 1870/71 &#8211; Gesamtansicht &#8211; 2023</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Änderung der Straßenführung im Jahr 1957 musste das Denkmal umgestellt werden und fand seinen Platz unterhalb von Dreimühlen auf der linken Seite von Eiserfey aus im Buchenwald. Doch der feuchte, schattige Platz schadete dem Stein. Das Ortskartell Eiserfey beschloss daraufhin, den Standort noch einmal zu ändern und nach einer Restaurierung durch den Steinmetzbetrieb Simons aus Mechernich im Jahr 1988 auf dem ehemaligen Pfarrhausgrundstück gegenüber der Eiserfeyer Kirche wieder aufzustellen. Durch Haussammlungen, Spenden und Beihilfen wurden die Restaurierungskosten in Höhe von 5.000&nbsp;DM aufgebracht.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Kriegerdenkmal / Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmalig im November 1919 stellte ein Denkmalkomitee den Antrag an die damalige Gemeinde Weyer, ein Denkmal für die Gefallenen auf den Grabstätten der beerdigten (!) Krieger errichten zu dürfen. Der Vorsitzende wurde beauftragt, sich mit den Geistlichen in Verbindung zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. November 1922 nimmt die Gemeindevertretung, wie im Protokoll berichtet wird, zum wiederholten Male Stellung zu der Anfrage des Denkmalkomitees bezüglich der Erlaubnis, ein Kriegerdenkmal auf einem Gemeindeplatz an der Dorfstraße, heute Hauserbachstraße, aufstellen zu dürfen. Die Gemeinde knüpft daran die Bedingung, das vorbeifließende Bachwasser in genügend weiten Zementröhren vorbeizuleiten und bei Wegeüberschwemmungen für freien Durchfluss Sorge zu tragen. Das Komitee verpflichtet sich, solidarisch zu haften, bei Vernachlässigung nach einmaliger Aufforderung die Kosten für eventuelle. Arbeiten durch die Gemeinde zu übernehmen.<br>Das Denkmal wurde 1926 aufgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3511" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-300x225.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-768x576.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/Ehrenmal-1.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrenmal 1914/1918 und 1939/1945 &#8211; geändert 1952</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einem rechteckigen Unterbau befindet sich ein dreistufiger Sockel, darauf aufgebaut ein birnenförmiger Block mit drei gestuften Platten. Oben auf den Platten sieht man einen knienden Krieger mit Rucksack, Stahlhelm und Gewehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man die alten Namenstafeln aus der Vorderseite des Denkmals entfernt und durch neue ersetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie in der Eifeler Volkszeitung, am 21.&nbsp;November 1952 berichtete, wurden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung (aber wohl auch aus Anlass des gleichzeitigen Volkstrauertages) in einer Feierstunde die aus Schwedischem Marmor hergestellten Platten der Öffentlichkeit präsentiert. Die schwarzen Marmortafeln tragen die eingravierten Namen und Todesdaten der in beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Soldaten.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Über den Namen steht die Inschrift:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><strong>DEM ANDENKEN DER IN DEN WELTKRIEGEN<br>1914 – 1918 UND 1939 – 1945<br>GEFALLENEN HELDEN AUS EISERFEY<br>GEWIDMET AUS DANKBARKEIT</strong></em></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal11.jpg" alt="" class="wp-image-6671" width="342" height="684" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal11.jpg 224w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal11-150x300.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrenmal WK I + II &#8211; Gesamtansicht &#8211; 2023</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal12.jpg" alt="" class="wp-image-6672" width="537" height="269" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal12.jpg 448w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Ehrenmal12-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrenmal WK I + II &#8211; Unterer Teil &#8211; 2023</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-930feb06 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><strong>DEM ANDENKEN DER IN DEN WELTKRIEGEN<br>1914 -1918 UND 1939 -1945<br>GEFALLENEN HELDEN AUS EISERFEY<br>GEWIDMET AUS DANKBARKEIT</strong></em></p>



<figure class="wp-block-table"><table style="border-style:none;border-width:0px"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">LEO ARULL<br>30.9.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">NIKL. SCHNICHELS<br>30.10.1915</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JAK. MIESSELER<br>21.10.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KARL GENTGEN<br>18.2.1916</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">TOHMAS FRINGS<br>27.12.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">WILH. RAETZ<br>15.7.1916</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">HERMANN FERBER<br>30.12.1914</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. GENTGEN<br>16.7.1917</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">FR. SCHUHMACHER<br>24.4.1915</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOH. FRINGS<br>27.7.1917</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. HÖSCHLER<br>29.5.1915</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">FERDY NATHAN<br>12.6.1918</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOH. ARULL<br>♰ 24.12.1917</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">MATH. FRINGS<br>♰ 24.4.1918</td></tr></tbody></table></figure>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3782bd11 wp-block-columns-is-layout-flex" style="padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px">
<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:25%">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">VERMISSTE<br>1939 &#8211; 1945<br><br>MARTIN EVERTZ ♰<br>WILLI EVERTZ ♰<br>JOHANN GLEHN<br>HEINR. HAMACHER<br>HEINR. HOSCHLER<br>JOSEF LINDEN</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<figure class="wp-block-table"><table style="border-style:none;border-width:0px"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. HEIMERSHEIM<br>1.10.1941</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">FRANZ HARPERSCHEIDT<br>23.3.1943</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. FEYEN<br>30.8.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">MICH. MIESSELER<br>6.10.1941</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">WILH HUTH<br>22.9.1943</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">ANT. GOLBACH<br>22.12.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. HEIMERSHEIM<br>27.12.1941</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">CHRIST. HARPERSCHEIDT<br>19.10.1943</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. GLEHN<br>8.11.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">PETER SISTIG<br>4.3.1942</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">ANT. VOGELSBERG<br>25.1.1944</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">HEINR. HOMMEL<br>30.11.1944</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">PAUL FRINGS<br>17.3.1942</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KURT NIESSEN<br>26.1.1944</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. FEYEN<br>23.3.1945</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOH. HARPERSCHEIDT<br>27.8.1942</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">FRANZ ESSER<br>2.6.1944</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JAK. MÜNCH<br>9.4.1945</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">MARG. GERHARDS<br>♰ 6.3.1945</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"></td><td class="has-text-align-center" data-align="center">JOS. MÖHRER<br>♰ 13.7.1948</td></tr></tbody></table></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:25%">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">VERMISSTE<br>1939 &#8211; 1945<br><br>PETER MIESSELER<br>WERNER PEINER<br>MATTHIAS SISTIG<br>WILLI VOGELSBERG<br>FERDI HAMMERMANN</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzende und detailliertere Informationen zu den an beiden Ehrenmälern aufgeführten Einwohnern Eiserfeys können dem <em><strong><a rel="noreferrer noopener" href="http://denkmalprojekt.org/2020/eiserfey_stadt-mechernich_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html" target="_blank">Onlineprojekt Gefallenendenkmäler</a></strong></em> entnommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-b6f1ecae wp-block-group-is-layout-constrained" style="border-style:none;border-width:0px;padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0">
<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Quellen:</h5>
</div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kreisarchiv Euskirchen, Eifeler Volkszeitung vom 21.11.1952</li>



<li>Kreisarchiv Euskirchen, Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend 19.06.1897</li>



<li>Beschlüsse Gemeinderat Weyer 26.02.1897; 03.12.1897: 27.11.1919; 28.11.1922</li>



<li>Kreisarchiv Euskirchen, Eifeler Volkszeitung vom 21.11.1952</li>



<li>Manfred Groß, Kreis Euskirchen Denkmäler und Gedenkzeichen für die Gefallenen-Vermißten-und zivilen Opfer der Kriege 1870/7<em>1914/1</em>1939/45</li>



<li>Onlineprojekt Gefallenendenkmäler (<a rel="noreferrer noopener" href="http://denkmalprojekt.org/2020/eiserfey_stadt-mechernich_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html" target="_blank"><em>http://denkmalprojekt.org/2020/eiserfey_stadt-mechernich_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html</em></a>) abgerufen am 18.03.2023</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eiserfeyer Gastronomie im Laufe der Geschichte</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/eiserfeyer-gastronomie-im-laufe-der-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 15:30:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6561</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Die Gastronomie scheint in Eiserfey auf eine wohl Jahrhunderte lange Tradition zurückblicken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Johann W. Mießeler</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gastronomie scheint in Eiserfey auf eine wohl Jahrhunderte lange Tradition zurückblicken zu können. Die Ausgabe des Wochenblattes und des Anzeigers für den Kreis Schleiden vom 3. April 1838 führte fünf Wirte an, die polizeiliche Erlaubnisscheine zum Ausschank besaßen. Dies waren Jakob Sauerbier, Johann Nell, Peter Joseph Hufschmidt, Wilhelm Gappen und Josef Weckmann. Wer von ihnen sich Gast- oder lediglich Schankwirt nennen durfte, ließ die Veröffentlichung offen. Der Unterschied lag darin, ob der Wirt neben dem Ausschank auch Gäste beherbergen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entgegen dem allgemeinen Trend, auch in den umliegenden Dörfern, existieren in Eiserfey nach wie vor drei von ehemals fünf Gaststätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anfang des 19. Jahrhunderts verstärkt auch öffentlich beklagte Trinksucht war wohl nicht ursächlich für das breite gastronomische Angebot. Der Grund lag vielmehr in der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Anzahl der damals existierenden Gaststätten lässt auf ein erweitertes und nicht nur trinkfreudiges, sondern auch ein durchaus zahlungsfähiges Publikum schließen. Schließlich befand sich die Region zu dieser Zeit aufgrund von Bergbau, Hüttenwesen, Eisen- und Kalkverarbeitung und Müllerei noch in wirtschaftlich befriedigender Verfassung. Der erhöhte Bedarf an Arbeitskräften in den genannten Wirtschaftsbereichen erhöhte auch die Nachfrage an Gasthäusern mit Unterkunftsmöglichkeiten für Arbeiter und Angestellte, die in und um Eiserfey tätig waren. Wir können annehmen, dass die heute noch existierenden Gasthäuser älter sind als die uns bekannten Daten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Noch drei Gaststätten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In welchem Teil des Ortes sich die fünf Gaststuben befanden, scheint bisher nur beim „Em Stöffje“ klar zu sein. Sein jetziger Standort ist der gleiche wie bei der Gründung. Dafür spricht auch die Nähe zur Kirche. Der 1838 genannte Gastwirt Johann Nell ist nachweisbar einer der Vorbesitzer der heutigen Gaststätte. Die Frage, ob er möglicherweise auch die Gründung vornahm, kann nicht beantwortet werden. Somit befindet sich die Gaststätte zumindest rund 180 Jahre in Familienbesitz. Bei den beiden anderen Wirtshäusern scheint eine solch lange Familientradition nicht zu bestehen. Der Name „Walber“ (Witwe) als Wirt(in) taucht erstmals 1884 auf. Die Gaststätte blieb seit dieser Zeit in Familienbesitz. Heute wird sie unter dem Namen „Zur Römerstube“ von Gisela Mießeler, geborene Esser, weitergeführt.<br>Der 1903 von J. B. Westermann neu eröffnete Gasthof „Zur Post“ ist auf einer alten Postkarte von 1898 abgebildet und eindeutig als Gebäude der heutigen Gaststätte „Feytal“ erkennbar. Ob das Gebäude allerdings schon früher als Gaststätte genutzt wurde, bleibt weiter im Dunkel der Ortsgeschichte.<br>Ab 1916 übernahm Johann Peter Sistig den Gasthof und nannte seine Lokalität von da an „Gasthaus Johann Peter Sistig“. Altersbedingt verpachtete der Eigentümer die Gaststätte Anfang der 1960er Jahre. Danach führten verschiedene Pächter den Gastronomiebetrieb mehr oder weniger lang durch. Im Jahr 1972 ließ der damalige Pächter umfangreiche An- und Umbauten durchführen. Zudem gab er dem Haus den Namen „Feytal“, den auch der heutige Eigentümer übernahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nachfolgenden Namen der Wirte sind ab 1844 belegt und nachweisbar:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Walber, Peiner, Hufschmidt, Nell, Franz Joseph Volheim, Sauerbier, Dominikus Westermann (Gaststätte zur Kakushöhle) J. B. Westermann, Johann Peter Sistig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Jahren 1844 und 1845 sind die Gastwirte Nell und Sauerbier sehr häufig erwähnt. Das muss wohl im Zusammenhang mit dem damaligen Bürgermeisteramt in Eiserfey gesehen werden, wo alle „Verdinggaben“ und „Versteigerungen“ öffentlich durchgeführt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachfolgende Veröffentlichungen sind nur ein Bruchteil der vorliegenden Anzeigen</p>



<ul class="wp-block-list" id="block-e5baa2a2-e9d7-49a1-9e0e-3c649780e97f">
<li class="has-small-font-size">Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Euskirchen und Umgegend 04.1838 &#8211; Konzessionen</li>



<li class="has-small-font-size">/Walber 03.1884 / Peter Walber 10.1920, 05.1920, 04.1920. 12.1921, 06.1921, 03.1921<br>/Peiner 02.1876, 09.1868 <br>/Hufschmidt 03.1870 <br>/Nell 10.1868, 01.1845,11.1844,10.1844, 09.1885<br>/Franz Joseph Volheim 07.1850 <br>/Sauerbier 10.1845, 12.1845, 05.1845,<br>/Naßheuer 06.1870 in Dreimühlen <br>/J. B. Westermann, Neueröffnung Gasthof zur Post, 06.1903,<br>/Johann Peter Sistig 08.1920, 02.1920, 04.1921 <br>/Dominikus Westermann 10.1903, 12. 1907 Gaststätte zur Kakushöhle</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gaststätte „Feytal“</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/gaststaette-feytal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 12:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik 2017]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6576</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Im Jahre 1980 kauften die Eheleute Elisabeth und Efthimios Kaounis, besser bekannt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Johann W. Mießeler</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahre 1980 kauften die Eheleute Elisabeth und Efthimios Kaounis, besser bekannt unter Mike Kaounis, die Gaststätte. Nach wiederholten Umbau- und Renovierungsarbeiten der Gasträume und Toilettenanlagen wurde im Jahr 1984 eine Bundeskegelbahn neben dem Saal der Gaststätte gebaut.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="353" height="265" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image302.jpg" alt="" class="wp-image-4864" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image302.jpg 353w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image302-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gaststätte &#8222;Feytal&#8220;</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Bau der Kegelbahn wurde eine alte Tradition im Hause wiederbelebt. Im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend wird im Jahr 1920 von einer Tanzveranstaltung berichtet, wozu der Kegelklub und der Wirt einluden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der angrenzende Saal konnte nur in den Anfängen der neuen Gastronomie betrieben werden und erfüllt heute nicht mehr die erforderlichen Ansprüche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprüngliche Dorfkneipe entwickelte sich mehr und mehr zu einer Speisewirtschaft. Aufgrund der griechischen Wurzeln des Hausherren sind die Spezialitäten des Hauses natürlich Griechische Gerichte. Daneben werden aber auch viele andere internationale kulinarische Köstlichkeiten, die mit hoher Qualität und frisch von Liesel zubereitet werden, auf der breit gefächerten Speisekarte angeboten. Mike ist für den Service zuständig und unterhält liebevoll die Gäste mit seiner unnachahmlichen Art. Selbst laute, spielende Kinder können ihn nicht aus der Ruhe bringen. Einzig und allein das Politisieren über Griechenland lässt ihm die Zornesröte ins Gesicht steigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sommer 2015 wurde ein gemütlicher Biergarten im Hof der Gaststätte eingerichtet, der zum Verweilen und Plauschen einlädt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johannes Kaounis, meistens Janni genannt, ist der Junior der Familie und hat im Dezember 2013 den elterlichen Betrieb übernommen. Mit jugendlichem Elan verleiht er der Gaststätte seine persönliche Note von gehobener Gastronomie und reizvollem Ambiente. Als „Griechisches Restaurant“ empfiehlt er sich seinen Gästen, die in kleinen und großen Gruppen herzlich willkommen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bettina Wiegmann</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/bettina-wiegmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 11:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eiserfeyer Köpfe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6751</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler Bodenständig, beliebt, bescheiden Ein freundliches „Hey oder Hallo“ erklingt an den Gästefans [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Johann W. Mießeler</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-930feb06 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="333" height="1024" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image282-333x1024.png" alt="" class="wp-image-3982" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image282-333x1024.png 333w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image282-98x300.png 98w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image282.png 341w" sizes="auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Bettina Wiegmann</em></figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bodenständig, beliebt, bescheiden</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein freundliches „Hey oder Hallo“ erklingt an den Gästefans vorbei bis auf Höhe der Mittellinie und kündigt den Sportplatzbesuch von Tina, wie sie von allen guten Bekannten genannt wird, an. Hier wird sie in der Regel von Hami und Hannes, ihrem Nachbarn, kräftig gedrückt und mit einem Wangenkuss freundlich begrüßt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach kommt die obligatorische Frage „ Wie geht’s und aus welchen Landesteilen oder Einsatzorten kommst du gerade her?“ Das Hauptthema, wie sollte es auch anders sein, ist natürlich der Fußball.<br>Bundesliga, die mäßige Leistung ihres HSV, dem sie sich schon von Kindesbeinen an verbunden fühlt und eines ihrer Idole, Uwe Seeler, den sie persönlich gut kennt. Nationalmannschaften, Damen und Herren in vielen Altersklassen. Die Chancen auf einen Titel bei immer wieder anstehenden Spielen oder Turnieren der verschiedenen Mannschaften. Besonders der U-15-jährigen, die sie aktuell trainiert, aber auch die U-19/20, die sie als Assistenz-Trainerin mit ihrer Kollegin, Maren Meinert, betreut. Aber auch die Damen A-Nationalmannschaft begleitet sie sehr häufig, um im Trainerstab zu analysieren oder andere, gegnerische Mannschaften auf Turnieren zu scouten.<br>Die Leistung des einheimischen TSV Feytal wird kommentiert und häufig durch Lachsalven unterbrochen, weil Onkel Rainer, auch von allen „Rinnes“ genannt, wieder einen Spruch in Münchhausenmanier loslässt. Bettina zeigt hier ihre Verbundenheit und Bodenständigkeit zu ihrem Heimatverein, bei der sie Ehrenmitglied ist und 1977 mit 6 Jahren ihre fußballerischen ersten Schritte unternahm. Bei den Jungs war Bettina in allen Altersklassen eine überaus begehrte Mitspielerin und ließ ihre Gegenspieler sehr oft alt und anfängerhaft aussehen. Leider durfte sie dann mit 12 Jahren nicht mehr in der Jungenmannschaft spielen und wechselte 1982 in die neu gegründete Jugend/ Damenmannschaft der TUS Mechernich. Nach deren Auflösung wechselte Bettina zur SG Bleibuir-Voissel. Ihr großes Können ließ sie in manchen Spielen älter werden als sie wirklich war – das darf man heute sagen und wird nicht weiterempfohlen – mit einer Sondergenehmigung wurde sie dann offiziell in der Seniorenmannschaft eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch ihre Berufung als 14-Jährige in die Auswahl des Fußballverbandes Mittelrhein, machte Bettina sich auch für höherklassige Vereine interessant. So wechselte sie 1988 zu Grün Weiß Brauweiler.</p>
</div>
</div>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-930feb06 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Weiterentwicklung ihrer Karriere erforderte auch enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand ihrer Eltern, Brigitte und Hartmut, die sie liebevoll „oss Tien“ nennen. Unterstützung fanden die beiden auch bei Onkel Rainer, der häufig Fahrdienste zu Training und Spielen übernahm.<br>Als Gymnasiastin interessierte sich Bettina schon sehr früh für naturwissenschaftliche Fächer. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sie eine Ausbildung zur Kommunikationselektronikerin bei der Telekom in Düren absolvierte.<br>Ihr technisches Verständnis und handwerkliches Geschick stellte sie auch bei ihrem eigenen Hausbau oder bei jeder möglichen Nachbarschaftshilfe unter Beweis.<br>Neben ihrer Liebe zum Fußball konnte Bettina in jungen Jahren auch noch Zeit für andere Hobbys wie Tennis, Radfahren und Spielmannsmusik im einheimischen Tambourcorps als Trommlerin finden.<br>Ihr weiterer sportlicher Weg führte sie über die Mittelrheinauswahl am 01. Oktober 1989 zu ihrem 1. Spiel in der Damennationalmannschaft.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-930feb06 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ihre rasante Entwicklung beflügelte auf nationaler Ebene auch die gesamte Leistung der Damen von Grün Weiß Brauweiler. Bereits 1991 feierte sie mit ihrem Team den Gewinn im DFB Pokalwettbewerb. Diesen Erfolg wiederholte sie 1994. Die Krönung erreichte sie mit ihrer Mannschaft in der Saison 1996/97, als sie die Deutsche Meisterschaft und den Pokal nach Brauweiler holte.<br>Danach wechselte Bettina 1998 für eine Spielzeit zu den „Sportfreunde Siegen“. Doch ihr Herz schlug weiter für Grün Weiß und so kehrte sie an ihre alte Wirkungsstätte bis 2001 zurück.<br>Ein weiteres prägendes Ereignis war der Wechsel mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Maren Meinert in die neu gegründete US-Frauenfußball Profiliga „WUSA“. Bei den Boston Breakers verbrachte Bettina zwei Spielzeiten, ehe sie wieder nach Brauweiler zurückkehrte. Der Verein hatte sich zwischenzeitlich in FFC Brauweiler Pulheim umbenannt. Hier spielte Bettina bis zu ihrem Karriereende 2003.<br>Auf internationaler Ebene reihte sich ein Erfolg an den anderen.<br>Der erste große Erfolg gelang ihr mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1991. Diesen Titelgewinn konnte sie in den Jahren 1995, 1997 und 2001 wiederholen. Die jeweilige Rückkehr in ihren Heimatort wurde von einem großen Fanclub mit einem Autokorso eröffnet und fand mit einer offiziellen Begrüßung und Ehrung durch den jeweiligen Bürgermeister der Stadt Mechernich seine Fortführung. Er mündete in einem Dorffest, musikalisch umrahmt vom einheimischen Tambourcorps und dem Musikverein Weyer, in einen überschwänglichen Jubelsturm. Nicht nur die Eiserfeyer Bürger kamen zum Gratulieren, sondern auch viele fußballbegeisterte Menschen aus den Nachbarorten.<br>Eine weitere Stufe auf der Erfolgsleiter von Bettina war 1995 der Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft.<br>Die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist für jeden Sportler ein unvergessenes Ereignis. Dies kann nur durch den Gewinn einer Medaille getoppt werden. Dies gelang Bettina 2000 in Sydney mit dem Gewinn einer Bronzemedaille. Nebenbei bemerkt war sie die erste Torschützin bei einem olympischen Frauenfußballturnier.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="627" height="1024" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image284-627x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3983" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image284-627x1024.jpg 627w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image284-184x300.jpg 184w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image284-768x1254.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image284.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Copyright getty images:<br>Bettina Wiegmann mit WM Pokal</em></figcaption></figure>
</div>
</div>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-930feb06 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="970" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image286-1024x970.jpg" alt="Team 2003 mit WM Pokal" class="wp-image-3984" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image286-1024x970.jpg 1024w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image286-300x284.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image286-768x727.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image286.jpg 1357w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Copyright getty images: Team 2003 mit WM Pokal</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile war Bettina wohl zur weltbesten Mittelfeldspielerin gereift. Diese Leistung wurde 1999 durch die FIFA, mit einer Berufung in eine Frauenfußball-Weltauswahl gewürdigt. Der Anlass war die Gruppenauslosung zur WM 1999. Gegner der Weltauswahl waren die Frauen der USA. Der größte Erfolg ihrer unnachahmlichen sportlichen Karriere gelang ihr bei der Weltmeisterschaft 2003 in den USA. Als Spielführerin konnte sie mit ihrem Team den Weltmeistertitel erringen und sich von nun an Weltmeisterin nennen.<br>Nach diesem großartigen Erfolg beendete Bettina nach 154 Einsätzen in der Frauennationalmannschaft ihre fußballerische Karriere. Bei den Spielen erzielte sie insgesamt 51 Tore, 11 davon bei Weltmeister-, 5 bei Europameisterschafts-Endrunden und 3 bei olympischen Spielen.<br>Parallel bereitete sie sich auf ihre berufliche Zukunft vor.<br>2000 erwarb sie zusammen mit einigen namhaften männlichen Fußballkollegen, wie Jogi Löw, Matthias Sammer, Jürgen Klinsmann, Stefan Kunz und weiteren die Fußballlehrer Lizenz.<br>Neben dem Autor sahen auch viele erfahrene Fußballkenner in Bettina die zukünftige Nationaltrainerin der Frauen. Doch ihre Bodenständigkeit, Bescheidenheit und starke Bindung zur Familie, besonders zu ihren beiden Nichten Lea und Kim sowie ihrem Neffen Ben verhindern längere Abwesenheiten von zu Hause.</p>
</div>
</div>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-930feb06 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Erfahrung mit der Familienbande ist bei ihrer jetzigen Tätigkeit als DFB Trainerin der U-15 Juniorinnen und Assistenztrainerin der U-19 und U-20 sehr hilfreich. Diese Positionen bekleidet sie seit September 2007. Von Januar 2003 an war sie als Verbandssportlehrerin beim Fußballverband Mittelrhein tätig, ehe sie 2007 zum DFB wechselte.<br>Als Trainerin hat Bettina, zusammen mit Maren Meinert, bereits einige Titel gewinnen können. 2006, 2007 und 2011 wurde sie Europameisterin mit den U-19 Damen. 2010 Weltmeisterin, 2012 Vizeweltmeisterin und 2014 Weltmeisterin mit der U-20 Damennationalmannschaft.<br>Aufgrund ihrer vielzähligen sportlichen Erfolge hat Bettina zahlreiche Ehrungen erfahren. Neben den bereits erwähnten Ehrungen in ihrem Heimatort durch die Dorfbevölkerung wurde sie auf Kreisebene 1989 und 1991 zur Sportlerin des Jahres gewählt. 1997 war Bettina Fußballerin des Jahres in Deutschland. 2003 wurde sie in NRW Sportlerin des Jahres. Ausgezeichnet wurde Bettina mit dem Silbernen Lorbeerblatt und der NRW-Sportplakette. Am 07.11.2011 verlieh die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft, den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an Bettina Wiegmann.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="688" src="https://dev.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image288-1024x688.jpg" alt="" class="wp-image-3985" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image288-1024x688.jpg 1024w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image288-300x202.jpg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image288-768x516.jpg 768w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/03/image288.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Bettina Wiegmann mit Franz Beckenbauer</em></figcaption></figure>
</div>
</div>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-930feb06 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Seit 2004 steht Bettina in der Reihe der Ehrenspielführer der deutschen Fußballnationalmannschaft neben Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Birgit Prinz und Jürgen Klinsmann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außer ihrem sportlichen Arrangement ist sie im sozialen Bereich aktiv. Sie ist Kuratoriumsmitglied und gründete mit einigen erfolgreichen Nationalspielern und Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs im Jahr 2000 die „Stiftung Jugendfußball“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Schirmherrin unterstützt sie das Jugendprojekt BINGO (Beste INteGratiOn) des Jugendmigrationsdienstes in Euskirchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Autorin hat Bettina Wiegmann zusammen mit Kathrin Peter und Martina Voss-Tecklenburg, ebenfalls erfahrene Fußballerinnen und Trainerinnen, ihre Erfahrungen im Mädchenfußball in einem Handbuch „Mädchenfußball“ zusammengetragen. „Mädchen- und Frauenfußball weltmeisterlich spielen“.<br>Das Buch ist 2010 im Meyer &amp; Meyer Verlag, Aachen erschienen. ISBN 978-3-89899-38</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute kann Bettina, in ihrer verbleibenden Freizeit, wieder einigen liebgewonnenen Hobbys nachgehen.<br>Täglich, bei Wind und Wetter, läuft sie ca. 1 Stunde lang in und um ihren Heimatort herum, um sich fit zu halten. Dabei zeigt sie sich in allseits bekannter Manier, natürlich, freundlich und immer gut gelaunt und ohne Starallüren.</p>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Feytaltrio</title>
		<link>https://www.eiserfey.de/2023/07/feytaltrio/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann W. Mießeler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2023 16:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ehemalige Ortsvereine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eiserfey.de/?p=6739</guid>

					<description><![CDATA[Johann W. Mießeler „Maria, Maria, Maria watt häss du mömm Jupp nur gemahtMaria, Maria, Maria [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Johann W. Mießeler</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">„Maria, Maria, Maria watt häss du mömm Jupp nur gemaht<br>Maria, Maria, Maria demm wähs nur der Buch on net de Bart.<br>Nahts schläf er bem Leevje, morgens dräht er Breefje<br>on die Gurke lät er wahse bis mitten ob de Strohs.“</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><br>Dieser Text, gesungen nach der Melodie von Marina, Marina von Rocco Granata, war nur eins von vielen Liedern die das Feytaltrio in den 50er bis 70er Jahren bei Karnevalsveranstaltungen und diversen Vergnügungen zum Besten gaben. Im vorgenannten Text wurde die Aufschneiderei und Angeberei von Schröder Jupp besungen, der als Hobbygärtner, mit seinen Riesengurken, die angeblich aus seinem Garten über die Straße wuchsen, prahlte. Post Jupp oder Gurken Jupp, wie er auch genannt wurde war der Briefträger des Ortes, der alle Kochkünste der Feyede Frauen kannte, weil er permanent nach gutem Essen Ausschau hielt und ständig Gefahr lief, im eigenen Kinnwasser zu ersticken. Als findiger Geschäftsmann war er immer gerne bereit eine Spritztour mit kaufwilligen Ortsbewohnern in das entsprechende Geschäft zu unternehmen. Neben den Waren aus dem eigenen Laden war er auch mit Spielautomaten und Musikboxen in den umliegenden Kneipen vertreten.<br></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Aber wie fand das Feytaltrio zusammen?<br>Johann Hamacher, besser als „Schäng“ oder „Jean“ (auf Grund französischer Gefangenschaft) bekannt, wohnte mit seiner Familie in der Gaststätte Sistig zur Miete. Die Wirtsleute waren Tienchen und Johann Peter Sistig, Jumbo oder Seemann, wie er auch als gedienter Heizer bei der Marine genannt wurde. Familie Hamacher hatte von einem Zimmer aus Blickrichtung zum Saal der Gaststätte. Eines Abends vernahm Schäng ungewöhnliche Geräusche aus Saalrichtung. Unerschrocken ging er der Ursache auf den Grund und entdeckte zwei für den nächsten Karneval übende Musikanten. Erleichtert über das was er vorfand war er als guter Akkordionspieler schnell überzeugt, aus dem Duo ein Trio zu machen. Soweit sich Schäng erinnern kann, muß es etwa 1953 gewesen sein. Ein Name war auch schon parat und das Feytalttrio war geboren.<br></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="787" height="546" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Feytaltrio.jpeg" alt="" class="wp-image-6742" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Feytaltrio.jpeg 787w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Feytaltrio-300x208.jpeg 300w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/07/Feytaltrio-768x533.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 787px) 100vw, 787px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hubert Ohlenhardt, in Zeitung eingepackt et Hexje, Johann Hamacher und Peter Feld, auf dem Saal bei J.- P. Sistig</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Die Texte waren auf die im Laufe des Jahres erfahrenen Episoden im Ort, mal lustig, mal heiter in Reimform aufgeschrieben. Peter Feld, auch Feld oder Pitter genannt und Ecke Schäng spielten Akkordeon. Hubert Ohlenhardt, besser unter Schalke bekannt – unschwer zu erraten warum &#8211; spielte kein Instrument. Alle drei waren für den Gesang zuständig. Die Textvorschläge kamen überwiegend von Peter Feld. Die Melodie wurde zusammen ausgesucht. Wöchentliche Übungsstunden wurden jeweils mit Korn begleitet, damit die Zunge gelöst und der Ideenreichtum angeregt wurde. Hin und wieder wurde durch den übertriebenen Genuß des Knolli Brandy der Heimweg aus dem Hause Feld oder Hamacher zum Schleichgang.<br></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Der neue Wirt<br>Die bereits erwähnten Wirtsleute, Tienchen und Jumbo, waren wie ihr Liebling Hexje mittlerweile in die Jahre gekommen. Et Hexje, ein verkrüppelter Rehpinscher, der sich nur noch auf zwei Vorderläufen bewegen konnte, war oft Gegenstand von Späßen, die sich Kneipengäste mit ihm machten. Ebenso auch passiert und gezeigt auf dem Foto vom Feytaltrio mit eingewickeltem Hexjen, Ausschnitt aus dem Liedtext:<br>„Es gab ja so viel Spaß, wenn er im Sessel saß und hielt auf seinem Arm das kleine Hexjen warm. Es wurde durchgemacht bis früh um Acht, der Wirt war eingeschlafen und nicht aufgewacht.<br>So wie es früher war in unsrer Seemannsbar, so wird es nimmer sein, das sieht doch jeder ein. Denn heute hört man es aus jeder Mund, wo mag er sein der alte Wirt mit seinem Hund.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="581" height="365" src="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/06/feytaltrio.png" alt="" class="wp-image-6417" srcset="https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/06/feytaltrio.png 581w, https://www.eiserfey.de/wp-content/uploads/2023/06/feytaltrio-300x188.png 300w" sizes="auto, (max-width: 581px) 100vw, 581px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das &#8222;Feytaltrio&#8220;, Hubert Ohlenhardt, Johann Hamacher und Peter Feld in der Römerstube
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Lied „Madalena“ besang das reizvolle Auftreten der in Köln wohnenden Nichte der vorgenannten Wirtsleute bei ihren Besuchen auf dem Dorf. Auf dem Tisch tanzend verdrehte sie manch einem jungen Mann den Kopf. „Däh Klub“ zielte auf die vorwitzigen Bewohner des Hauses „an Krütz“ ab. Bei schönem Wetter saß der Klub auf einer Bank hinterm Bach an der „Gemeende Bröck“. Bei schlechtem Wetter stritten sich die Hausbesitzer, Tant Len, Karl und Lud, Sonntagsmorgens mit Thiels Änn und Ecke Bill um die Logenplätze am Fenster. Hinzu gesellten sich noch die beiden Brüder Jupp und Michel. Unter Anderem steht im Text des Liedes. „Watt Mohan passiert, datt öss doch klar, datt wiss de doh att Höck jewahr“.<br>An die nachfolgenden Titel werden sich noch viele Eiserfeyer Bewohner erinnern, ohne die Zugrunde liegenden Geschichten weiter zu erläutern</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Villa Hügel“ (Globus von Dr. Toni Breuer in Abschied)<br>„Schänche sen Forelle“ (Anlage der Forellenteiche bei Mießeler Schäng)<br>„Chress senge Hoot“ (Besudelei des Hutes von Christian Rätz)<br>„De Hötteschopp“ (Ehemaliger Schandfleck im Auel, heute im Besitz von Fam. Cilensek und sehr schön hergerichtet)<br>„Die Müllabfuhr“ (Als Erich Nöthen und Heinrich Hochgürtel noch für die Müllabfuhr im Ort sorgten)<br>„De Wönkmöll“ (Der erste Versuch im Ort durch Peter Feld mit Windkraft Strom zu erzeugen)<br>„Wenn der Fastelovend kött“ (Selbsterklärend)<br>Eine eher etwas ungewöhnliche Geschichte lag dem Lied „de Botzemann“ zu Grunde. Ob es sich hierbei um eine Tat von einem Verrückten, einem Abartigen oder eher einem kreativen Modedesigner handelte, der Vorreiter von sexy Dessous für Plus Size Modells war, ist nicht überliefert. Möglicherweise fehlte ihm auch das nötige Kleingeld für seine eigenen Kreationen und benutzte deshalb die Liebestöter fremder Eigentümerinnen. Auf jeden Fall waren die Betroffenen, die morgens ihre getrocknete Wäsche von der Leine holen wollten, mehr als erschrocken. Den Damenunterhosen waren die Spickel herausgeschnitten worden. Der Vorfall kam umgehend zur Anzeige und führte zu tagelangen Diskussionen, Spekulationen und Gesprächsstoff über das „Wer und Warum“. Im „Kollangeblättchen“ (Scheisshausparolen, Gerüchte) überschlugen sich die Ereignisse. Es wurden Fallen gestellt und letztendlich ein Nicht-Eiserfeyer als Täter überführt.<br>So entstanden im Laufe von Jahrzehnten eine Menge schöner, witziger, humorvoll vorgetragenen Lieder, die zwar die Ortsbevölkerung aufs Korn nahmen, aber nie beleidigend waren. Die Lieder wurden fast ausschließlich in „Feyede Platt“ (Dialekt, Mundart) vorgetragen.<br>Unvergessen bleibt daß von Peter Feld komponierte und getextete Eiserfeyer Heimatlied.<br>Altersbedingt war dann irgendwann Schluß. Aber Feld Pitter hatte schon mitseinen Jungs, die er „de Vänte“ nannte und die nachfolgend in diesem Heft ausführlich beschrieben sind eine neue Generation von Dorfmusikanten auf die Beine gestellt. Die Vänte sind nahtlos in die Fußstapfen ihrer Vorgänger eingetreten.<br>Aus Anlaß der 1125-Jahrfeier, im Jahr 1992, lieferte das Feytaltrio auf dem Festkommers noch einmal einen Beweis seines Könnens. Leider war Hubert Ohlenhardt an diesem Abend verhindert und wurde durch Manfred Feld mit der Gitarre vertreten. Mit dem Vortrag ausgewählter Glanznummern aus ihrem reichhaltigen Reportoire begeisterten sie das Publikum und wurden mit tosendem Beifall verabschiedet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
